Nach Drohnenvorfällen hat die Bundesregierung ein Forschungszentrum für Drohnensicherheit am Flughafen Magdeburg-Cochstedt eröffnet.
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Nach Drohnenvorfällen reagiert die Bundesregierung mit der Stärkung der Sicherheitsforschung.
Nach mehreren Vorfällen mit Drohnen hat die Bundesregierung in Sachsen-Anhalt ein neues Forschungszentrum für Drohnensicherheit eröffnet. Dort sollen auch neue Möglichkeiten entwickelt werden, um Drohnen gezielt abzuwehren.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte bei der Eröffnung am Flughafen Magdeburg-Cochstedt, Forschung und neue Technologien seien wichtig, um im Wettlauf zwischen Drohnen und ihrer Abwehr die Oberhand zu behalten. Das dortige Zentrum werde »ein zentraler Baustein der Sicherheitsarchitektur gegenüber der hybriden Bedrohung durch Drohnen sein«.
Zehn Millionen Euro und 40 Arbeitsplätze
Bis zu zehn Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren in den Ausbau fließen. Zudem sollen bis zu 40 neue Arbeitsplätze entstehen. Das Technologiezentrum Drohnensicherheit wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betrieben. Das DLR übernahm den früheren Flughafen Magdeburg-Cochstedt bereits 2019. Dort gibt es seit 2021 das Nationale Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme. Das neue Forschungszentrum wird daran angebunden. Das Technologiezentrum arbeitet neben Cochstedt auch am DLR-Standort Braunschweig.
Deutschland sei »täglich Zielscheibe von hybriden Angriffen« von »fremden Mächten«, die versuchten, durch Spionage, Sabotage und Manipulation die Stabilität Deutschlands zu untergraben, sagte Dobrindt. Er sprach vom »Schattenkrieg des 21. Jahrhunderts«. Der Vorfall mit einer mit Sprengstoff beladenen Drohne in Leipzig vor zwei Wochen habe die Dringlichkeit von Abwehrmaßnahmen in diesem Bereich nochmals deutlich vor Augen geführt.
Am Flughafen Leipzig/Halle war zuletzt eine umgebaute und mit Sprengstoff bestückte Drohne zwischen mehreren ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem »schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland«.
»In der Anwendung müssen wir einfach noch schneller werden«
Es sei wichtig, dass die Expertise zu Drohnentechnik nun an dem Standort des Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gebündelt werde, sagte Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU). Denn Deutschland sei bereits »in der Grundlagenforschung herausragend. Aber in der Anwendung müssen wir einfach noch schneller werden.«

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