
Platzkonzert unter der Bavaria, Sanitäter mit mehr Patienten als im Vorjahr und ein schwerer Busunfall bei Anreise.
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Das Oktoberfest verzeichnet zur Halbzeit 3,8 Millionen Besucher. Die Sicherheitskonzepte wurden nach Vorjahreserfahrungen angepasst.
OktoberfestStadt warnt vor großem Andrang auf der Oidn Wiesn – OB Krause dirigiert beim Platzkonzert
27. September 2026, 13:09 Uhr
Beim Platzkonzert spielen 300 Musiker zu Füßen der Bavaria und werden von Prominenten dirigiert. Vor allem auf der Oidn Wiesn wird es gerade sehr voll. Die Sanitäter melden mehr Patienten als im Vorjahr.
Alle Entwicklungen im Liveblog
Neben eigenen Recherchen verwenden wir für diesen Liveblog Material der Nachrichtenagentur dpa.
Wichtige Updates
Stadt warnt: Großer Andrang auf der Oidn Wiesn
Platzkonzert endet mit Bayernhymne und bunten Luftballons
Mehr Patienten als vergangenes Jahr und einige dramatische Einsätze für die Sanitäter
Rund 300 Blasmusiker auf den Treppen der Bavaria
Stadt und Einsatzkräfte ziehen positive Halbzeitbilanz
Stadt warnt: Großer Andrang auf der Oidn Wiesn
Über ihre Social-Media-Kanäle, unter anderem in ihrer Instagram-Story, weist die Stadt darauf hin, dass derzeit großer Andrang auf der Oidn Wiesn herrscht und mahnt: "Bitte kommen Sie zu einem späteren Zeitpunkt".
Platzkonzert endet mit Bayernhymne und bunten Luftballons
Das Platzkonzert endet heuer mit der Bayernhymne, dazu steigen etliche bunte Luftballons in den strahlend blauen Himmel. Zuvor haben einige den Taktstock geschwungen: Wiesnstadträtin Anja Berger (Grüne), der diesjährige Preisträger des Ehrenpreises der Wiesnwirte, Gästeführer Georg Reichlmayr, Jörg Lehmann, der neue Hofbräu-Brauereidirektor, Hanna Sammüller, Chefin des Kreisverwaltungsreferats, und zum Grande Finale auch Dominik Krause, erstmals in seiner Funktion als Oberbürgermeister.
Ob die Musikantinnen und Musikanten auf das Taktgefühl der Dirigentinnen und Dirigenten angewiesen sind oder ob sie es auch ohne deren Hilfe hinbekämen, bleibt dabei ein Geheimnis.
Sonntagmittag vor der Bavaria steigen Ballons in den blauen Himmel. Foto: Jacqueline Lang
Oberbürgermeister Dominik Krause stimmt den Bayerische Defiliermarsch an. Video: Jacqueline Lang
300 Blasmusiker versammeln sich am Fuße der Bavaria. Video: Jacqueline Lang
Mehr Patienten als vergangenes Jahr und einige dramatische Einsätze für die Sanitäter
Acht Tage Oktoberfest – und am anstrengendsten für die Sanitäter war der gestrige mittlere Wiesn-Samstag. Allein an dem Tag haben sie 858 Patientinnen und Patienten versorgt, von morgens bis Mitternacht. Insgesamt versorgte der Aicher-Sanitätsdienst 4243 Patientinnen und Patienten, das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt.
Die meisten Patienten (35 Prozent) wurden wegen „alkoholbedingter Beschwerden“ versorgt, wie der Sanitätsdienst in seiner Zwischenbilanz mitteilt. Fast ebenso viele (32 Prozent) hatten Schnittverletzungen, Platzwunden, Prellungen oder Brüche. Für den Sanitätsdienst arbeiten in der Oktoberfest-Zeit 430 Einsatzkräfte, unter ihnen 36 Ärztinnen und Ärzte. An Tagen, an denen besonders viel los ist, seien bis zu 150 Mitarbeiter gleichzeitig an der Sanitätsstation im Einsatz.
Ob Wiesnbesucher mit Kopfverletzung im Krankenhaus weiter behandelt werden müssen, klärt eine Untersuchung im Computertomograf direkt auf dem Festgelände. Bisher war der bei 64 Patienten im Einsatz.
In der ersten Woche habe man auch mehrere sehr ernste Einsätze gehabt, heißt es in der Mitteilung der Sanitäter. Ein 78-jähriger Besucher musste reanimiert werden, bei einem 47-jährigen Brezn-Verkäufer erkannten die Einsatzkräfte einen akuten Herzinfarkt. Und auch der tödliche Unfall an einem Fahrgeschäft wird erwähnt. „Solche Einsätze beschäftigen natürlich auch erfahrene Einsatzkräfte und zeigen, dass hinter unseren Statistiken immer einzelne Menschen und Schicksale stehen“, sagte der Geschäftsführer der Aicher Ambulanz, Michel Belcijan.
Der jüngste Patient war erst ein Jahr alt, der Junge hatte leichte Verletzungen im Gesicht. Er wurde kurz versorgt und durfte wieder zu seinen Eltern.
Die Sanitäter im Einsatz in der vergangenen Woche. Foto: Johannes Simon
Stadt und Einsatzkräfte ziehen positive Halbzeitbilanz
Die Stadt sowie Feuerwehr, Polizei und Sanitäter ziehen zur Halbzeit der Wiesn eine größtenteils positive Bilanz. Was einige vielleicht überrascht: Bislang kamen mehr Besucherinnen und Besucher aufs Oktoberfest als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt. 3,5 Millionen Menschen waren es 2025, heuer sind es bislang 3,8 Millionen gewesen. Warum man trotzdem das Gefühl haben konnte, es sei weniger los? Mehr Menschen sind unter der Woche gekommen, an den Wochenenden war etwas weniger los.
Das wertet Wiesnchef Christian Scharpf als Erfolg der Infokampagne rund um die Wiesn. Generell zeigt Scharpf sich auch nach dem zweiten Wiesnsamstag, an dem die Haupteingänge kurzzeitig gesperrt werden mussten, zufrieden mit dem überarbeiteten Sicherheitskonzept: "Es war eine friedliche erste Woche, es war eine heitere erste Woche."
Während der Konsum von Bier rückläufig ist, nimmt der von alkoholfreiem Bier zu. Was außerdem im Trend liegt: saures Radler. Bierkrüge werden unterdessen weiter häufig aus den Zelten mitgenommen: 52 000 gestohlene Bierkrüge wurden bislang verzeichnet. Zum Vergleich: 2025 waren es um diese Zeit 59 000.
Einen eindeutigen Wiesn-Hit vermögen auch die Verantwortlichen übrigens noch nicht auszumachen. Häufiger zu hören sei aber wohl das Kinderlied "Gute Laune".
Zur Halbzeit des Oktoberfests zieht die Stadt eine positive Bilanz. Foto: Felix Hörhager/dpa
Reisegruppe auf dem Weg zum Oktoberfest verunglückt
Eine Reisegruppe von den Philippinen ist am Sonntagmorgen von Mailand zum Oktoberfest nach München aufgebrochen, als ihr Bus von der Fahrbahn abkam und umkippte. Zwei Menschen starben bei dem Unfall auf der Autobahn 96 bei Buchloe im Ostallgäu, zahlreiche weitere wurden verletzt, manche von ihnen schwer.
Streit mit dem Taxler nach dem Wiesnbesuch
Ein betrunkener Oktoberfestbesucher aus Starnberg hat sich in einem Taxi übergeben und dann im Streit um die Kosten für die Reinigung ein Holzscheit auf den Taxifahrer geworfen. Vorher habe der 29-Jährige dem Taxifahrer schon mit einer Axt gedroht. Nun wird gegen den 29-Jährigen ermittelt.
Rund 300 Blasmusiker auf den Treppen der Bavaria
Zum traditionellen Platzkonzert am zweiten Wiesnsonntag haben sich rund 300 Blasmusikerinnen und Blasmusiker am Fuße der Bavaria versammelt. Wiesnchef Christian Scharpf dirigiert den "Deutschmeister-Regimentsmarsch", das Publikum singt mit. Und auch Franziska Reichert, Wirtin der Bräurosl, darf heuer erstmals den Taktstock schwingen.
Davor kommt allerdings Wirtesprecher Peter Inselkammer – die Wirte organisieren ja seit 1985 das Konzert – zu Wort. Und der nutzt es mit Blick auf die noch ausstehende Gerichtsentscheidung zur Zeltvergabe, um einmal mehr an die Traditionen auf der Wiesn hinzuweisen. Er hoffe, so Inselkammer, dass das Bayerische Oberste Landesgericht am 13. Oktober "zugunsten der Wiesn entscheidet". Dafür bekommt er viel Applaus.
Feuerwehreinsatz auf der Wiesn
Wegen eines Einsatzes der Feuerwehr war der Eingang P7 auf das Oktoberfestgelände am Vormittag gesperrt. Der Grund war eine brennende Müllpresse für Kartonagen, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Der Container rauchte stark, eine Gefahr für Besucherinnen und Besucher bestand nach Aussage von Polizei und Feuerwehr jedoch nicht. Inzwischen ist das Feuer gelöscht und der Eingang P7 wieder für Wiesnbesucher geöffnet. Warum es brannte, ist noch unklar.
Start in den zweiten Wiesnsonntag
Gestern war Bergfest und die Wiesn kurzzeitig so voll, dass die Haupteingänge gesperrt werden mussten und Durchsagen die Besucherinnen und Besucher zum Weitergehen zu animieren versuchten. Nun startet das Oktoberfest mit ein paar Minuten Verspätung in den zweiten Sonntag. Ob es wieder richtig voll wird? Das Wetter jedenfalls verspricht einmal mehr ausgezeichnet und vor allem ziemlich warm zu werden.
Zum Standkonzert wird perfektes Wiesn-Wetter erwartet
Traditionell wird auf dem Oktoberfest am mittleren Wiesn-Sonntag um 11 Uhr zu Füßen der Bavaria musiziert. Da treffen sich dann zum sogenannten Standkonzert die Kapellen aus den Wiesnzelten und spielen auf. Dazu wird es in München spätsommerlich warm, bis zu 24 Grad könnten es wohl werden und die Sonne scheint über der Theresienwiese. Entsprechend voll könnte es heute wieder auf dem Festgelände werden.
Darum gibt es auf dem Oktoberfest keine städtischen Mülleimer
Haben Sie sich jemals gefragt, warum es auf der Wiesn kaum Mülleimer gibt und wenn doch, dann nur welche, die Standlbetreiber aufgestellt haben? Der Grund dafür ist ein Ereignis, das sich an diesem Samstag zum 46. Mal jährt: das Oktoberfest-Attentat, bei dem ein Rechtsextremist 12 Menschen und sich selbst tötete und mehr als 200 teils schwer verletzte. Der Täter versteckte die Bombe damals in einem Mülleimer.
In Reaktion darauf schaffte die Stadt danach Mülleimer auf dem Festgelände ab. Der viele Müll, der sich natürlich trotzdem jeden Tag dort sammelt, wird nachts von der Stadtreinigung zusammengekehrt und entsorgt.
Geheimtipp zum Sonnenuntergang
Die Wiesn in der Dämmerung ist eine besondere Show. Bei schönem Wetter zeichnen sich die Berge am Horizont so klar ab, als stünden sie direkt am Festgelände. Ein besonderer Blick auf die Theresienwiese bietet sich vom Turm der Kirche St. Paul aus. Auf 50 Metern gibt es dort eine Aussichtsplattform, die für eine Gebühr von einigen Euro von bis zu 40 Menschen betreten werden darf. Platz- oder Höhenangst sollten Schaulustige allerdings nicht haben.
Der Aufstieg führt über 252 Stufen über eine enge Wendeltreppe. Auf der Balustrade ist es so eng, dass keine Rucksäcke, Schirme oder Stative erlaubt sind. Wer die Mühen auf sich nimmt, wird mit einem tollen Blick belohnt.
Der Turm ist Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag von 10 Uhr bis 21:30 Uhr zugänglich, sonntags von 12.30 Uhr bis 16 Uhr, diesen Dienstag von 10 bis 18 Uhr und diesen Donnerstag von 14 bis 18 Uhr. Während Gottesdiensten bleibt er geschlossen.
Gedränge ist vorbei - Lage auf der Wiesn entspannt sich wieder
Auf dem Oktoberfest entspannt sich die Lage inzwischen wieder etwas. Reporterin Jacqueline Lang sagt, mittlerweile stockt die Menge nicht mehr. Es gibt wieder größere Lücken zwischen den Menschenmassen. Der Aufruf der Stadt, die Theresienwiese möglichst ein andermal zu besuchen, ist weiterhin online. Der Rat, die Seiteneingänge zu nutzen, ist jedoch nicht mehr aktuell und von dem Account verschwunden. Die Haupteingänge, die zwischenzeitlich geschlossen waren, sind wieder offen.
Im vergangenen Jahr war es am mittleren Wiesnsamstag zu einem kritischen Gedränge gekommen. Vor Zelten steckten die Menschen fest, viele bekamen Panik. Die Zugänge zur Theresienwiese waren damals wegen Überfüllung vorübergehend geschlossen worden. Diesmal konnten derartige Szenen offenbar verhindert werden. Das Sicherheitskonzept war im Vorfeld angepasst worden.
Sicherheitskräfte bitten Menschen weiterzugehen
Auf Höhe des Hacker-Pschorr-Festzelts sieht man nun auch Sicherheitskräfte, die stehende oder gar auf dem Boden sitzende Gruppen ansprechen. Auf Nachfrage teilt der Gruppenleiter mit, man bewege die Menschen zum Weitergehen, "damit es keinen Stau gibt".
Zumindest stellenweise scheinen all diese Maßnahmen Wirkung zu zeigen: Die Lücken zwischen den Menschen werden wieder etwas größer, die Haupteingänge der Wiesn sind offen. Durchsagen sind jedoch in regelmäßigen Abständen weiter zu hören.
Stadt teilt nun mit: Haupteingänge könnten zeitweise geschlossen sein
Die Stadt teilt auf Instagram nun in einem Post mit, dass die Haupteingänge geschlossen sein könnten und rät dazu, die Seiteneingänge zu nutzen, um aufs Gelände zu kommen. Mit dieser Nachricht will sie Besucherströme entzerren.
Die Aufforderung, die Wiesn gar nicht erst aufzusuchen, ist weiter online, allerdings recht versteckt als Story. Da der Oktoberfest-Account heute bereits viele Storys der Zelte repostet hat, kommt diese wichtige Nachricht am Ende erst. Warum sich die Stadt für eine derart versteckte Kommunikationsstrategie entschieden hat?
Oktoberfest has 3.8 million visitors at halftime. Thanks to AI-supported security concepts and an equalization campaign, the situation remained peaceful despite the high crowds. A fatal accident overshadowed the festival.

At the halfway point of Oktoberfest, Munich recorded 3.8 million visitors. While the city warns of overcrowding at the Oidn Wiesn, paramedics report a seven percent increase in patients. The police and judiciary are taking action against theft, sexual harassment and drug use.

Due to heavy volcanic ash emissions from Mount Etna, Catania Airport in Sicily will remain closed to air traffic until Sunday midnight. The INGV reports an ash cloud four kilometers high. Passengers are being redirected to alternative airports such as Palermo.
Two mountain guides died after an avalanche on the 7,126 meter high Himlung Himal in Nepal. 14 other people are missing. Rescue workers search for survivors in the base camp under difficult conditions.

Pope Leo XIV draws hundreds of thousands during his visit to France. While the population in Paris and Lourdes reacted enthusiastically, the Pope positioned himself as a moral counterweight to US politics and called for social cohesion.
The musician, producer and former Berlin Pirates boss Bruno Kramm died at the age of 58 after a concert in Granada. Spanish authorities assume the death was of natural causes.