Politikwissenschaftler Lembcke sieht AfD in Sachsen-Anhalt als regionale Dominanzpartei
Quick Look
- Laut Politikwissenschaftler Oliver Lembcke nähert sich die AfD in Sachsen-Anhalt dem Status einer Volkspartei an.
- Sie greift tief in die Mitte und zeigt regionale Dominanz.
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Why It Matters
Oliver Lembcke ist Politikwissenschaftler an der Ruhr-Universität Bochum.
Politikwissenschaftler Oliver Lembcke sieht die AfD in Sachsen-Anhalt nah am Status einer Volkspartei. Da gebe es soziodemografisch «erhebliche Ähnlichkeiten», sagte Lembcke im WDR5-Interview. «Sie ist keine (Volkspartei), weil sie keine Bündnismacht besitzt. (...) Aber sie ist schon so was wie eine regionale Dominanzpartei geworden. Und das bedeutet natürlich, dass sie tief in die Mitte auch eingreift.» Bisher haben andere Parteien eine Koalition mit der AfD abgelehnt.
Die AfD habe bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt viele unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen angesprochen - auch die jungen Menschen, die vorher nicht sehr AfD-affin gewesen seien, sagte Lembcke, der an der Ruhr-Universität Bochum Politikwissenschaft lehrt. Das habe auch mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zu tun, der selbst jung und dynamisch rüberkomme.
Open Questions
- Wie reagieren die anderen Parteien langfristig auf die regionale Dominanz der AfD?


