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Der Vorfall ereignete sich im vergangenen Monat beim Flughafen Leipzig/Halle. Seit der russischen Invasion in der Ukraine Anfang 2022 sind die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen, einschließlich Deutschland, stark angespannt. Deutschland hat bisher keine ähnlichen diplomatischen Schritte gegen Russland unternommen.
Russische Regierungsvertreter haben die Schuldzuweisung Deutschlands nach einem versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle im vergangenen Monat zurückgewiesen. Die russische Botschaft in Deutschland teilte in einer Stellungnahme mit, die deutschen Vorwürfe seien eine »absurde« und »unbegründete Provokation«. Die angekündigten Maßnahmen kämen einer beispiellosen Eskalation in den russisch-deutschen Beziehungen gleich, hieß es weiter. Sie würden nicht ohne Folgen bleiben. Für diese trage die Bundesregierung die volle Verantwortung.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die deutschen Strafmaßnahmen gegen Russland bei einer Pressekonferenz in Bischkek in Kirgistan als »schweren Fehler« bezeichnet. Die bisher vorgelegten Belege bezeichnete er als »gefälscht«. Deutschland habe Beweismittel untergeschoben, um Russland für den Vorfall verantwortlich zu machen. Mit den Vorwürfen gegen Russland versuche die Bundesregierung, von innenpolitischen Problemen und den sinkenden Umfragewerten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) abzulenken. Er lieferte keine Belege für seine Aussagen.
Russischer Botschafter sieht beispiellose Eskalation
Der russische Botschafter, Sergei Nechaev, teilte mit, dass alle Mitarbeiter des Generalkonsulats in Bonn und des Russischen Hauses sowie ihre Familienangehörigen aufgefordert worden seien, das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland in kürzester Zeit zu verlassen.
Nechaev habe die Anschuldigungen kategorisch von sich gewiesen, teilt die Vertretung mit. Deutschland habe seine Vorwürfe nicht belegt. Von den Anschuldigungen profitierten nur die Ukraine, der militaristische Flügel der europäischen Elite sowie Rüstungshersteller.
Auch der Sprecher der russischen Regierung, Dmitrij Peskow hatte nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax gesagt, es sei schwierig, die Anschuldigungen gegen Russland zu kommentieren, weil Deutschland für seine Schuldzuweisung keine Beweise vorgelegt habe. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, teilte der Nachrichtenagentur dpa mit, die Antwort der russischen Regierung werde wie bei früheren einseitigen und ungerechten Sanktionen ausfallen.
Bundesregierung schließt Russisches Haus und Generalkonsulat in Bonn
Auf einer Pressekonferenz machte die Bundesregierung Russland für den versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich und kündigte mehrere Maßnahmen zum Schutz gegen russische Bedrohungen an. Laut Außenminister Johann Wadephul (CDU) werden das russische Generalkonsulat in Bonn und das Russische Haus in Berlin geschlossen. Er bestellte zudem den russischen Botschafter ein. Die Sanktionen stellen die umfassendsten direkten diplomatischen Strafmaßnahmen gegen Russland dar, die es seit der russischen Invasion in der Ukraine Anfang 2022 gegeben hat.
Die Bundesregierung will den Angriff auch im Nato-Rat und beim EU-Außenministertreffen thematisieren. Sie verzichtet aber darauf, Artikel 4 des Nato-Vertrags zu ziehen, der Beratungen der Verbündeten vorsieht, wenn sich ein Nato-Staat für von außen gefährdet erklärt. Durch den Verzicht auf den Artikel lässt sich Deutschland eine weitere Eskalationsstufe in der Auseinandersetzung mit Russland offen.
AI outlook — possibilities, not facts
Russland wird weitere diplomatische Gegenmaßnahmen gegen Deutschland ankündigen.
Likely · Within weeks
Die Bundesregierung wird die Vorfälle im NATO-Rat und beim EU-Außenministertreffen thematisieren.
Very likely · Within days

Die Linksfraktion beantragt ein Verbot von Smart Glasses mit Bild-, Video- oder Tonaufnahmefunktion in allen städtischen Bädern Hamburgs. SPD und Grüne wollen dies im Zusatzantrag auch auf den öffentlichen Nahverkehr ausweiten und bundesweite Regelungen fordern, um heimliche Aufnahmen und deren Verbreitung zu verhindern.
Das Verwaltungsgericht Göttingen hat den Eilantrag des AfD-Kandidaten Justin Vogel gegen seinen Ausschluss von der Bürgermeisterwahl in Herzberg am Harz als unzulässig abgelehnt. Der Ausschluss beruht auf einer Neuerung im niedersächsischen Kommunalwahlgesetz, die eine intensivere Prüfung der Verfassungstreue von Bewerbern für hauptamtliche Positionen vorsieht. Der Landesverband der AfD in Niedersachsen wurde vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Vogel kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg einlegen.

Polens Staatsoberhaupt Karol Nawrocki äußert in einem Kommentar Misstrauen gegenüber Deutschland 87 Jahre nach dem Überfall auf Polen und fordert Reparationen, was ein Zerwürfnis an Europas Ostflanke drohen lässt.

Die Bundesregierung macht Russland für einen versuchten Sprengstoffanschlag am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich und reagiert mit der Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn, verschärften Einreisebestimmungen und der Kündigung des Vertrags für das Russische Haus in Berlin. Finnlands Präsident Stubb äußert Solidarität, während die Grünen die Reaktion als unzureichend kritisieren und stärkere Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte sowie koordinierte Sanktionen mit EU und NATO fordern.

Die Bundesregierung hat den versuchten Sprengstoffanschlag in Leipzig einem russischen Geheimdienst zugeschrieben und den russischen Botschafter einbestellt. Sie plant das Schließen des russischen Generalkonsulats in Bonn und des Russischen Hauses in Berlin. Gleichzeitig wurde beim G20-Treffen in Asheville der russische Finanzminister Siluanow nach Protesten ausgeladen, während Merz über mögliche Koalitionen in Sachsen-Anhalt spricht und die Theodor Heuss zum Verkauf steht.
Nach Angaben der Bundesregierung wurde der misslungene Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle in russischem Auftrag verübt. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärte, polizeiliche Ermittlungen und nachrichtendienstliche Erkenntnisse deuteten klar auf russische Involvierung hin. Bundesaußenminister Johann Wadephul kündigte die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn zum 18. September sowie die Kündigung des Vertrags mit dem Russischen Haus in Berlin an. Russland drohte mit spiegelbildlichen Gegenmaßnahmen.