
AI-generated summary
Die Schokoladenindustrie erlebt traditionell ein starkes Weihnachtsgeschäft, wobei die Produktion bereits Monate vorher beginnt. In den letzten Jahren führten steigende Kakao-Rohstoffkosten zu höheren Verbraucherpreisen, was 2025 zu einem Rückgang des Weihnachtsschokoladenabsatzes um zwölf Prozent führte.
Rund drei Monate vor Weihnachten ist die Produktion in den Schokoladenfabriken bereits in vollem Gange. Wie tief Verbraucher für Nikolaus, Weihnachtsmann und Co in die Tasche greifen müssen, ist noch offen. Bei den Preisen zeichnet sich jedoch eine erste Tendenz ab.
Nikoläuse, Adventskalender, Weihnachtsbären, süße Tannenbäume: Im Schokoladenwerk Ruth in Bochum werden knapp drei Monate vor Heiligabend fleißig Figuren in allen denkbaren Varianten fürs Weihnachtsgeschäft hergestellt. Zum großen Teil von Hand, mit Hilfe von allerlei Formen und Pinseln. In der Produktionshalle duftet es schon seit dem Sommer nach Schokolade und Füllungen, die später als kleine Schmuckstücke im Nikolausstiefel oder unter Weihnachtbaum liegen werden.
"Bei uns läuft die Produktion zu 70 Prozent händisch, nur zu 30 Prozent maschinell unterstützt", erläutert Geschäftsführer Max Ruth. Es braucht also auch Kreativität und eine ruhige Hand. Kostprobe: Weihnachtsteddy Chris. Der kleine Kerl entsteht in einer Form mit Vorder- und Rückseite. Dazu pinselt Mitarbeiterin Jana zuerst auf der Vorderseite die Stelle für die Mütze mit roter Schokolade aus, der Bommel wird weiß. "Ausschminken" nenne man das.
Flüssige Schokolade wird im nächsten Schritt eingefüllt, die Oberseite draufgesetzt. Danach fahren die Bärchen so lange an einer Aufhängung Karussell, bis sie ausgehärtet sind. Auch Schneemänner entstehen ähnlich. "Bisschen Weihnachtsstimmung kommt dabei schon mal auf", erzählt Kollegin Gaby ein paar Arbeitstische weiter. Tannenbäume werden gepudert und "gelackt" - also mit Glanz überzogen. Oder auch Nikolausköpfe. "Ein Rennerartikel", sagt Geschäftsführer Ruth.
"Das Weihnachtsgeschäft ist für die Schokoladenindustrie traditionell ein wichtiges Saisongeschäft", berichtet eine Sprecherin des Bundesverbands der Süßwarenindustrie. Und deshalb geht es früh los. Der Lebensmittelhandel plant das Weihnachtsgeschäft mehrere Monate im Voraus: "Die Ordertermine für saisonale Produkte liegen häufig schon im Frühjahr oder Frühsommer", sagt Alina Thieme vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels. Bereits ab September steige bei vielen Menschen die Vorfreude auf die Winter- und Weihnachtszeit und damit die Nachfrage nach den saisonalen Süßwaren.
Hersteller plant Preissenkungen
Eher bitter sind die Preise für so manche Schokoladenprodukte, weil es seit Jahren tendenziell nach oben geht - vor allem wegen extrem gestiegener Kakao-Rohstoffkosten. Eine belastbare Prognose zu den Verbraucherpreisen in der (Vor-)Weihnachtszeit 2026 ist laut Branche bislang nicht möglich, aber es gibt erste Hinweise.
Einzelne Markenhersteller hätten Preissenkungen angekündigt, schildert Thieme vom Handelsverband mit Verweis auf Lindt. Der Hersteller plant Senkungen für eine Reihe von Produkten, bei einigen Weihnachtsmann-Sorten sollten sie um mehr als ein Fünftel fallen, wie das Unternehmen jüngst laut Medienberichten vermeldet hatte.
Fakt ist zudem: "Im Ostergeschäft war in diesem Jahr bei Markenartikeln tendenziell eine geschwächte Nachfrage aufgrund hoher Preise zu verzeichnen", weiß Thieme. Es sei verstärkt zu Rabattaktionen gekommen. Und der Absatz von Weihnachtsschokolade war 2025 schon ordentlich geschrumpft, dem Marktforschungsunternehmen NIQ zufolge insgesamt um zwölf Prozent.
Rohstoff-Preiskrise hält an
"Generell verspürt der Handel in der Breite eine große Kaufzurückhaltung. Die Bürger halten ihr Geld zusammen", berichtet Thieme. Feiertage seien allerdings auch immer wieder Anlass, es sich auch mal gut gehen zu lassen. Der Handel halte "vielfältige und preiswürdige Angebote" für diese Weihnachtszeit bereit.
Die Industrie betont, dass die Rohstoff-Preiskrise anhalte. Eine Entspannung im Frühjahr habe sich nicht fortgesetzt. Hinzu kämen Kostenbelastungen bei Energie und weiteren Rohstoffen. Schokolade insgesamt war im April 2026 laut Statistischem Bundesamt knapp 10 Prozent teurer als ein Jahr zuvor - im Januar 2026 war sie sogar 21,0 Prozent teurer gewesen als im Vorjahresmonat.
Bei Ruth brummt unterdessen das Geschäft. Der Firmenchef sieht sein Angebot preislich im Mittelfeld. Vielfalt sei wichtig. Über 600 Produkte verlassen das Werk. Aktuell werden auch Adventskalender fertig gemacht. 60 bis 70 Prozent produziere man für andere Marken, den deutlich kleineren Teil verkaufe man unter dem Eigennamen Ruth, verrät der Geschäftsführer. Kunden sind Fachhandelsketten, einige Supermärkte, Feinkostläden oder einzelne Unternehmen, es gibt einen Laden mit Café und ein stark wachsendes Online-Geschäft. Zudem werden Lebensmittelfarben hergestellt. "Die hat schon mein Opa in großen Mengen gekocht und an die Branchenkollegen verkauft."
Hitze wird Herausforderung
Mitten in der Weihnachtsproduktion ist auch schon mal hitzefrei. So war es bei Ruth im zurückliegenden Hitzesommer für die 35 bis 40 Mitarbeitenden in der Produktion, wie Ruth mit Blick auf Außentemperaturen von bis zu 40 Grad berichtet. "Ab 23 Grad ist in der Halle keine gute Verarbeitung mehr möglich, da gibt es keinen schönen Glanz mehr auf der Schokolade und keinen guten Bruch", erläutert er. Zwei neue Klimaanlagen werden nun eingebaut.
Der Süßwaren-Industrieverband betont, dass Hitzeschutz im Sommer bei dem so temperaturempfindlichen Produkt für die Hersteller nichts Ungewöhnliches ist. "Längere Hitzeperioden können jedoch den technischen und energetischen Aufwand für Kühlung, Lagerung und Transport erhöhen und auch die Arbeitsbedingungen in der Produktion beeinflussen." Welche Maßnahmen es brauche, sei von Standort, Produktionsanlagen und Sortiment abhängig.
Max Ruth plant auch neue Sommerprodukte, die nicht ganz so hitzeempfindlich sind. Für ihn ist das keine Last, denn: "Mein Herz gehört den Schokoladen."
AI outlook — possibilities, not facts
Einzelne Markenhersteller wie Lindt werden Preissenkungen für bestimmte Weihnachtsprodukte um mehr als ein Fünftel vornehmen.
Likely · Within weeks
Die Schokoladenproduktion wird verstärkt in Hitzeschutz und klimatisierte Produktionshallen investieren müssen.
Very likely · Within months

The DAX ended the trading week with an increase of 0.6 percent to 25,409 points, while BASF is examining a voluntary takeover offer for Evonik. HelloFresh lowered its annual targets due to weak demand, and oil prices remained above $100 despite a slight decline. Investors bet on AI stocks like AMD and Marvell after a billion-dollar deal between Anthropic and Akamai.

The situation on the bond markets calmed down somewhat on Friday, but analysts expect further rising yields for long-term government bonds in the USA and Japan due to new interest rate increases. In Japan, the government is focusing on growth in order to service debt despite higher returns, while in the USA the frequent restructuring of national debt makes the country particularly vulnerable.
The VW Group is recalling millions of VW, Audi and Seat vehicles worldwide. The reason is a fastening screw on the steering that is susceptible to corrosion. Almost a million cars are affected in Germany, and so far there have been no reported accidents.

BASF has expressed a non-binding interest in taking over Evonik. The RAG Foundation, Evonik's main shareholder, confirmed the contact. A possible merger would be one of the largest mergers in the German chemical industry.

The US is considering export restrictions on diesel to curb record US prices ahead of the midterm elections. Since Europe gets around 10% of its diesel from the USA, an export ban could result in massive price increases at German gas stations of up to 98 cents per liter.
The specialty chemicals group Evonik has confirmed a non-binding request for a takeover offer from its competitor BASF. According to Evonik, no discussions are currently taking place. The RAG Foundation is involved in the process as the main shareholder.