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Der Fall erinnert an den Verfahren gegen den mutmaßlichen „White Tiger“, einem 21 Jahre alten Deutsch-Iraner, der seit Januar vor dem Landgericht Hamburg wegen manipulation von Kindern und Jugendlichen in Internet-Chats angeklagt ist.
Auch Männer wurden zu Opfern
Neben den Übergriffen auf die Mädchen beschäftigten die Richter auch eine Serie von Angriffen auf homosexuelle Männer. Nach den Feststellungen des Gerichts verabredete sich der Angeklagte unter falschem Namen über Dating-Portale mit seinen späteren Opfern. Zu den Treffen erschien er teils gemeinsam mit weiteren Beteiligten, bevor die Männer unvermittelt attackiert und verletzt wurden. In sieben Fällen sah die Kammer eine gefährliche Körperverletzung als erwiesen an.
Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weil der Angeklagte zur Tatzeit noch Jugendlicher war. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Gegen die Entscheidung kann Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt werden.
So steht es im Fall „White Tiger“
Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Verfahren, weil es Erinnerungen an den Fall „White Tiger“ weckte. Gegen den 21 Jahre alten Deutsch-Iraner wird seit Januar ebenfalls vor dem Landgericht Hamburg verhandelt. Die Anklage wirft ihm vor, zwischen 2021 und 2023 insgesamt 204 Straftaten begangen zu haben. Er soll psychisch labile Kinder und Jugendliche in Internet-Chats manipuliert und zu Selbstverletzungen gedrängt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem Mord und fünffachen versuchten Mord vor, nachdem ein 13-Jähriger Suizid begangen haben soll.
Die Jugendkammer stellte nun jedoch ausdrücklich fest, dass sich eine Zusammenarbeit des verurteilten 18-Jährigen mit dem mutmaßlichen „White Tiger“ nicht nachweisen ließ. Auch wenn beide Verfahren ähnliche Tatmuster aufweisen und aus demselben Milieu digitaler Manipulation und psychischer Gewalt stammen, werden sie strafrechtlich unabhängig voneinander behandelt.
Mit dem Urteil endet eines der ersten Verfahren in Hamburg, das sich mit den Methoden solcher Online-Netzwerke beschäftigt. Die Ermittlungen gegen weitere mutmaßliche Beteiligte dauern teilweise noch an. Während der Prozess gegen den 18-Jährigen nun abgeschlossen ist, steht eine Entscheidung im deutlich umfangreicheren „White-Tiger“-Verfahren weiterhin aus.
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Revision beim Bundesgerichtshof wird eingelegt
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In Overasselt bei Nimwegen griffen mehrere Dutzend vermummte, schwer bewaffnete Männer ein Haus an, das mit dem Drogenhandel in Verbindung steht. Es kam zu einem Feuergefecht, bei dem ein 51-Jähriger getötet und zwei Polizisten verletzt wurden. Die Polizei nahm 34 Personen fest, darunter Niederländer, Algerier, Franzosen und Belgier. Der Vorfall wird im Zusammenhang mit dem flüchtigen Drogenbaron Jos Leijdekkers gesehen.

Am Dienstagabend mussten zwei RWE-Braunkohlekraftwerke bei Köln wegen mutmaßlicher Sabotage in einem Umspannwerk zehn Kilometer entfernt vom Netz genommen werden, wodurch 4,2 Gigawatt Leistung ausfielen. Bereits am Morgen gab es einen ähnlichen Anschlag in Brandenburg, und im Januar hatten linksextreme Täter vermutlich den Strom in Teilen Berlins durch einen Angriff auf Leitungen unterbrochen.

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