Weltrekord-Windrad in Schipkau: Fertigstellung witterungsbedingt verschoben
Das in der Lausitz entstehende Windrad soll mit 365 Metern das höchste der Welt werden, doch der Bau verzögert sich.
Quick Look
- In Schipkau entsteht das mit 365 Metern geplante höchste Windrad der Welt.
- Die Fertigstellung durch das Unternehmen Gicon verzögert sich aufgrund von Witterungsbedingungen.
- Aktuell hat der Turm eine Höhe von 315 Metern erreicht.
AI-generated summary
Why It Matters
Das Projekt wird von der Bundesagentur für Sprunginnovationen in Auftrag gegeben und soll Strom für bis zu 7.500 Haushalte liefern.
Das höchste Windrad der Welt entsteht in Schipkau in der Lausitz - ist aber noch nicht ganz fertig. Das Unternehmen Gicon verschob die Ausrufung eines Weltrekords am Sonntag erneut. Der Innenturm des Höhenwindturms sei bisher auf eine Zwischenhöhe von 250 Metern gehoben worden, teilte Gicon mit. Die Gesamthöhe liege damit bei 315 Metern, sagte Sprecher Martin Burmeister. Das sei bereits das höchste Windrad. Die Fertigstellung sei witterungsbedingt verschoben worden.
Die Nabenhöhe des Windrads von 300 Metern werde erst in den kommenden Tagen erreicht, kündigte das Unternehmen an. Der Turm soll samt Rotorblättern insgesamt 365 Meter hoch werden. Dann wollen die Entwickler des Turms einen Weltrekord ausrufen. Nach Einschätzung des Bundesverbands Windenergie handelt es sich dabei um das größte Windrad der Welt. Zum Vergleich: Der Berliner Fernsehturm ist 368 Meter hoch.
Die weltweit höchste Serien-Windenergieanlage steht bisher nach Angaben des Windradherstellers Vestas und des Bauunternehmens Max Bögl in Winnberg in der Oberpfalz in Bayern. Das Projekt hat eine Nabenhöhe von 199 Metern und eine Gesamthöhe von 285 Metern.
Turbine wird nach oben geschoben
Der Turm in Schipkau soll noch höher werden. Dort wird die Turbine mit einem Innenturm über einen Teleskopmechanismus in die Schlussposition gehoben. Die Witterung habe in den vergangenen Tagen zum Beispiel mit kleinen Böen dazu geführt, dass der Hub langsamer als geplant verlaufen sei, sagte Sprecher Burmeister.
Die Abschlussarbeiten begannen am Freitag. Ursprünglich sollte der Riese schon am Sonntag vor einer Woche fertig sein. Der Zeitplan für die letzte Bauphase hatte sich aber wegen starker Winde verzögert.
Projekt einer Bundesagentur
Der Höhenwindturm in der Kohleregion soll künftig Strom für bis zu 7.500 Haushalte produzieren können. Das Windrad besteht aus einer Art Gitterturm und einer Stahlkonstruktion und gilt als Innovation.
Die Gicon Gruppe mit Hauptsitz in Dresden baut den Koloss im Auftrag der 2019 gegründeten Bundesagentur für Sprunginnovationen.
Open Questions
- Wann genau wird die finale Höhe von 365 Metern erreicht?

