Zwei Stromsabotage-Versuche in Deutschland, Steuerreform und BSW-Austritt
Quick Look
- In Deutschland gab es innerhalb kurzer Zeit zwei Angriffe auf die Stromversorgung: Beim mutmaßlichen Sabotageversuch am Umspannwerk in Jänschwalde wurden Stromleitungen beschädigt, ohne dass es zu einem größeren Stromausfall kam.
- In Bergheim bei Köln führte ein vorsätzlich herbeigeführter Kurzschluss dazu, dass fünf Braunkohlekraftwerksblöcke vom Netz genommen werden mussten.
- Zudem explodierte etwas am Augsburger Hauptbahnhof, wobei zwei ukrainische Staatsbürger leicht verletzt wurden.
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Why It Matters
In Deutschland gab es innerhalb kurzer Zeit zwei Angriffe auf die Stromversorgung: Beim mutmaßlichen Sabotageversuch am Umspannwerk in Jänschwalde wurden Stromleitungen beschädigt, ohne dass es zu einem größeren Stromausfall kam. In Bergheim bei Köln führte ein vorsätzlich herbeigeführter Kurzschluss dazu, dass fünf Braunkohlekraftwerksblöcke vom Netz genommen werden mussten. Zudem explodierte etwas am Augsburger Hauptbahnhof, wobei zwei ukrainische Staatsbürger leicht verletzt wurden.
Innerhalb kürzester Zeit hat es zwei Angriffe auf die Stromversorgung in Deutschland gegeben. Beim mutmaßlichen Sabotageversuch am Umspannwerk in Jänschwalde in Brandenburg haben Unbekannte Stromleitungen in der Nähe eines Umspannwerkes beschädigt. Zu einem größeren Stromausfall ist es nicht gekommen. Dennoch ermittelt die Polizei inzwischen wegen Terrorverdachts. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke verurteilte den Vorfall und forderte einen besseren Schutz kritischer Infrastruktur. In Bergheim bei Köln wurde durch einen vorsätzlich herbeigeführten Kurzschluss eine Störung am Umspannwerk verursacht, wodurch fünf Braunkohlekraftwerksblöcke vom Netz genommen werden mussten. In Augsburg kam es zudem am Hauptbahnhof zu einer Explosion, bei der zwei ukrainische Staatsbürger leicht verletzt wurden. Der Bahnverkehr war zeitweise gesperrt. Ob und wie die Vorfälle miteinander zusammenhängen könnten, ordnet Christoph Heinemann, Redakteur im Politikressort der ZEIT, ein.
Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf für die geplante Einkommensteuerreform von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) verabschiedet. Ab 2028 sollen Steuerzahler dadurch um rund zehn Milliarden Euro entlastet werden. Vor der Kabinettsentscheidung hatte das Bundeswirtschaftsministerium von Katherina Reiche (CDU) den Entwurf öffentlich kritisiert. In einem Schreiben bemängelte sie, dass keine Maßnahmen gegen die sogenannte kalte Progression vorgesehen seien. Klingbeil verteidigte die Reform. Zugleich kritisierte er Reiches Vorgehen und sprach von einer »Opposition in der Regierung«. Was hinter dem Streit steckt, erklärt Marlies Uken, Redakteurin im Wirtschaftsressort der ZEIT.
Außerdem im Update: Drei Abgeordnete verlassen die Thüringer BSW-Fraktion und die Partei. Damit schrumpft die mitregierende BSW-Fraktion von 15 auf 12 Mitglieder. Die drei Abgeordneten haben nach eigenen Angaben eine neue Partei gegründet. Dadurch verschieben sich die Mehrheitsverhältnisse im Landtag zugunsten der Opposition. Was das für die Brombeerkoalition aus BSW, SPD und CDU bedeutet, analysiert ZEIT-Redakteur Martin Nejezchleba.
Und sonst so? Wer hängt »Free Baran Kok«-Plakate in Magdeburg auf?
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Polizei wird die Ermittlungen wegen Terrorverdachts beim mutmaßlichen Sabotageversuch in Jänschwalde fortsetzen.
Very likely · Within days
Die BSW-Fraktion in Thüringen wird weiterhin an Einfluss verlieren, nachdem drei Abgeordnete ausgetreten sind.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Hängen die beiden Stromsabotage-Versuche und die Explosion in Augsburg miteinander zusammen?
- Wer steht hinter den Angriffen auf die Stromversorgung?
- Welche konkreten Maßnahmen werden zum Schutz kritischer Infrastruktur ergriffen?
- Wie wird die Einkommensteuerreform konkret ausgestaltet?



