Die Organisation Generation Deutschland verlangt die „millionenfache Rückführung“ von Menschen mit Migrationshintergrund. Auch AfD-Landeschef Martin Reichardt greift politische Gegner scharf an.
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Die Generation Deutschland wurde im November 2025 als Nachfolgeorganisation der Jungen Alternative gegründet, nachdem diese vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wurde.
Eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD-Nachwuchsorganisation Generation Deutschland auf ihrem Bundeskongress in Magdeburg massenhafte „Remigration“ gefordert und politische Gegner angegriffen.
Der Vorsitzende der Organisation, Jean-Pascal Hohm, verlangte die „millionenfache Rückführung“ von zugewanderten Menschen aus Deutschland. „Millionen sind gegen unseren Willen, gegen Recht und Gesetz, gegen jede Vernunft in dieses Land gekommen“, sagte Hohm vor den Delegierten. „Millionen müssen dieses Land wieder verlassen.“
Zur Begründung führte Hohm eine völkisch geprägte Argumentation an. „Deutschland muss das Land der Deutschen bleiben, dieser Grundsatz ist nicht verhandelbar“, sagte er. Die AfD sei „Ausdruck des Lebenswillens unseres Volkes“.
Auch der AfD-Europaabgeordnete René Aust warb für eine deutlich verschärfte Migrationspolitik. Notwendig sei nicht nur „Remigration, sondern europaweite Remigration“. Zudem müsse Europa zu einer „Festung Europa“ ausgebaut werden.
Der Begriff „Remigration“ wird von Rechtsextremisten für die massenhafte Ausweisung von Menschen mit Migrationshintergrund verwendet. Nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz zielt das Konzept auf ethnisch definierte Gesellschaften und die Ausweisung sogenannter „Volksfremder“ ab.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte AfD-Landeschef Martin Reichardt, dessen Partei bei der bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt laut Umfragen bei rund 40 Prozent liegt. In seiner Rede sprach er von einer bevorstehenden politischen Wende. Mit Blick auf den Wahltag am 6. September sagte Reichardt: „Dann holen wir uns unser Deutschland zurück.“
Zugleich überzog der Bundestagsabgeordnete politische Gegner mit teils drastischen Beschimpfungen. Er sprach von „verkommenen linken Zuständen“ und erklärte, der „verlotterten Linken“ müsse das „Sorgerecht für Deutschland“ entzogen werden. Reichardt erhob zudem heftige Vorwürfe gegen öffentlich-rechtliche Medien und die Friedrich-Ebert-Stiftung.
Die Generation Deutschland war im November 2025 als Nachfolgeorganisation der Jungen Alternative gegründet worden. Die frühere AfD-Jugendorganisation hatte sich aufgelöst, nachdem sie vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft worden war. Auch die neue Organisation wird von den Sicherheitsbehörden beobachtet.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz sieht nach eigenen Angaben eine „programmatische und personelle Kontinuität“ zwischen der Jungen Alternative und der Generation Deutschland.
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September
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