Sichere Arbeitsplätze und Zukunftsinvestitionen im Fokus der 21. Lausitzkonferenz in Hoyerswerda.
AI-generated summary
Der Strukturwandel in der Lausitz betrifft den Braunkohleausstieg und die wirtschaftliche Neuausrichtung der Region.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat eine verlässliche Perspektive für den Strukturwandel im Süden von Brandenburg und Ostsachsen angemahnt. Im Zentrum stünden sichere Arbeitsplätze, betonte die sächsische DGB-Chefin Daniela Kolbe auf der 21. Lausitzkonferenz in Hoyerswerda (Landkreis Bautzen). «Die Beschäftigten haben Sorge um ihren Arbeitsplatz und fordern von der Politik mehr Investitionen in die Zukunft. Stattdessen wird dort jedoch die Axt an den Sozialstaat und Arbeitnehmerrechte gelegt.» Das sei der falsche Weg.
Verlässlichkeit, Mitbestimmung und starke öffentliche Infrastruktur seien der Schlüssel für die Zukunft der Lausitz, sagte die stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Nele Techen. «Um junge Menschen in der Region zu halten, braucht es Investitionen in gute Löhne, Tarifverträge, Ausbildung und Wohnen statt Sparrunden bei Bildung und ÖPNV.»
Kolbe: Handlungsfähiger Staat notwendig
Zur 21. Lausitzkonferenz kamen mehr als 200 Vertreter aus Gewerkschaften, Betrieben, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Unter dem Motto «Anpacken für Gute Arbeit» diskutierten sie über Zukunftsbranchen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Von Bund und Ländern forderten sie konkrete Antworten für den weiteren Strukturwandel.
Wer meine, mit Sozialkürzungen oder der Abschaffung des 8-Stunden-Tages mehr Nachfrage bei Unternehmen zu schaffen, sei «schief gewickelt», betonte Kolbe. «Notwendig ist ein handlungsfähiger Staat, der Wirtschaftsimpulse setzt und gleichzeitig die sozialen Sicherheitssysteme und die Arbeitswelt gerecht gestaltet.»

Die chinesische Finanzaufsicht verbietet die Baufinanzierung durch Vorverkäufe, wodurch Hypotheken erst nach Projektfertigstellung fließen. Aktien chinesischer Bauträger stürzten daraufhin stark ab.
Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft stiegen ausländische Direktinvestitionen in Deutschland 2025 um 50 Prozent auf 86 Milliarden Euro. Großbritannien wurde größter Investor, während US-Investitionen stark einbrachen.

Der DAX fällt im frühen Handel um rund 0,6 Prozent auf 26.410 Punkte. Aussagen von US-Notenbanker Kevin Warsh und US-Militärschläge im Iran belasten die Märkte, während Anleger auf anstehende Verbraucherpreise blicken.

Die deutsche Pflegeversicherung verzeichnet im ersten Halbjahr ein Defizit von 770 Millionen Euro. Bis Jahresende werden 1,2 Milliarden Euro Minus erwartet, weshalb der Druck auf eine anstehende Pflegereform steigt.

Im Ringen um die Zukunft des VW-Werks in Zwickau schlägt Sachsens Ministerpräsident Kretschmer längere Arbeitszeiten ohne Lohssenkung vor. VW-Chef Blume sieht für die 2030er Jahre noch keine wettbewerbsfähige Belegung.

Zum Wochenstart sinkt der Dax um rund 0,6 Prozent auf 26.402 Zähler, nachdem er zuvor ein Rekordhoch markiert hatte. Investoren warten auf neue Inflationsdaten und blicken auf das G20-Treffen.