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David Solomon ist seit knapp acht Jahren CEO von Goldman Sachs. John Waldron ist derzeit COO und Präsident und gilt seit längerem als möglicher Nachfolger. Beide begannen ihre Karriere bei Bear Stearns.
New York. In den USA könnte der Chef der Großbank Goldman Sachs, David Solomon, vor einer Ablösung stehen. Laut einem Bericht der US-Zeitung „Wall Street Journal“ berät der Verwaltungsrat des Geldinstituts über den Plan, den 57 Jahre alten John Waldron im nächsten Jahr als Chef zu ernennen. Waldron ist derzeit Leiter des operativen Geschäfts (COO) und Präsident bei Goldman Sachs.
Laut dem WSJ-Bericht, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft, könnte der Wechsel Ende nächsten Jahres oder im Jahr 2028 stattfinden. Demnach würde der 64-jährige Solomon nach seinem Rücktritt die Rolle des Executive Chairman für ein bis zwei Jahre übernehmen. Der Goldman-Banker steht seit knapp acht Jahren an der Spitze des Unternehmens.
Die Bank wollte sich nicht im Detail über den Personalienwechsel äußern. „Natürlich erörtert der Verwaltungsrat regelmäßig die Nachfolge, wie wir in unseren Unterlagen offenlegen. Aber es gibt bei Goldman Sachs keinen festen Zeitplan für die Nachfolge“, hieß es vom Goldman-Pressechef Tony Fratto auf Anfrage des Handelsblatts. „Alle Behauptungen bezüglich des Zeitpunkts sind reine Spekulation.“
Waldron, der seine Karriere bei Goldman Sachs vor über 25 Jahren im Jahr 2000 begann – nur ein Jahr nach Solomon –, galt schon seit Längerem als möglicher Nachfolger Solomons. Wie Solomon startete auch er seine Karriere als Banker bei der Investmentbank Bear Stearns. Als Solomon 2018 zum Chef der Bank ernannt wurde, erhielt Waldron den Posten des Chief Operating Officers und Präsidenten.
Schon 2024 wurde spekuliert, dass Waldron an die Spitze des Traditionshauses streben könnte. Damals soll es Medienberichten zufolge Gespräche des Bankers mit dem Private-Equity-Haus Carlyle gegeben haben, das zu dem Zeitpunkt einen neuen Chef suchte. Als dieser Goldman Sachs über die Gespräche informierte, und ihm laut WSJ versichert worden sei, dass er gute Chancen hätte, Goldmans nächster Chef zu werden, zog er seine Bewerbung bei Carlyle zurück.
Waldron, der in Cleveland, Ohio, groß wurde, zog mit 15 Jahren nach Philadelphia und studierte am Middlebury College Anglistik und Wirtschaftswissenschaften. Bei einer Veranstaltung 2023 sagte Waldron, dass er dachte, er würde Schriftsteller werden. Ein Sommerkurs in Wirtschaft habe aber seine Sichtweise grundlegend verändert.
Zuletzt legte Goldman Rekordzahlen zum zweiten Quartal vor, getrieben durch ein starkes Jahr an Fusionen und Übernahmen, Börsengängen und Turbulenzen am Markt, von denen das Handelsgeschäft profitierte. Der Umsatz stieg um 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 20,3 Milliarden Dollar. Im Aktienhandel erzielte das Unternehmen einen Rekordwert von 7,4 Milliarden Dollar.
In den USA legten auch andere große Geldhäuser in diesem Jahr Rekordzahlen vor – und auch bei anderen Geldinstituten stehen mögliche Wechsel an der Spitze bevor.
So steht derzeit auch noch aus, wann der Chef der weltgrößten Bank, JP Morgan, von seinem Posten zurücktritt. Jamie Dimon steht dem Institut seit dem Jahr 2006 vor. Als mögliche Nachfolger gelten die Banker Doug Petno und Troy Rohrbaugh, die im Juni als Co-Präsidenten ernannt wurden.
Und auch Brian Moynihan, Chef des zweitgrößten Geldhauses in den USA, der Bank of America, steht bereits seit über 16 Jahren an der Spitze des Instituts. Im vergangenen Herbst wurden Dean Athanasia und Jim DeMare zu Co-Präsidenten ernannt. Beide gelten als mögliche Nachfolger.
AI outlook — possibilities, not facts
John Waldron wird Ende 2025 oder 2028 zum CEO von Goldman Sachs ernannt.
Possible · Within months
David Solomon wird nach seinem Rücktritt die Rolle des Executive Chairman für ein bis zwei Jahre übernehmen.
Possible · Within years

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