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Die EU-Beitrittsgespräche mit Island begannen vor 16 Jahren während der Finanzkrise, heute stehen jedoch Zweifel an der amerikanischen Führung und nationale Interessen wie Fischerei und Landwirtschaft im Vordergrund. Island ist bereits Teil des Europäischen Wirtschaftsraums.
Die Isländer tun sich seit Längerem schwer mit der Frage, ob sie Mitglied der EU werden sollen. Die Beitrittsgespräche, über deren Wiederaufnahme nun abgestimmt wurde, begannen vor sechzehn Jahren. Damals ging es um Stabilität in der Finanzkrise, heute um Zweifel an Amerika. Für ein Land, das bereits Teil des Europäischen Wirtschaftsraums ist und das Fischfang und Landwirtschaft schützen will, ist der EU-Beitritt aber eine schwierige Güterabwägung.
Das Volk darüber entscheiden zu lassen, ist die saubere Lösung in einer Demokratie. Deshalb sollte man das Ergebnis nun respektieren, in Reykjavík wie in Brüssel. Die EU hat die unselige Angewohnheit, missliebige Volksabstimmungen durch neue Verträge zu umgehen.
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Noch nie waren Euroskeptiker so stark
In Europa gibt es auch andere Stimmungen als im kleinen, an der Peripherie gelegenen Island. Gerade erst ist Bulgarien dem Euro beigetreten, in Ungarn wurde eine EU-feindliche Regierung abgewählt. Aber ein Selbstläufer ist die europäische Einigung fast siebzig Jahre nach Unterzeichnung der Römischen Verträge nicht mehr. Noch nie waren die euroskeptischen Kräfte so stark wie heute, im Europaparlament wie in den Mitgliedstaaten. Insofern passt das isländische Ergebnis ins Bild.
In Sachsen-Anhalt wird am kommenden Sonntag ein Landtag gewählt. Der hat kaum Einfluss auf die deutsche Europapolitik. Zu den Forderungen der Partei, die in den Umfragen bei 40 Prozent liegt, gehört aber auch der Austritt aus dem Euro, aus dem Schengenraum und die Abschaffung der EU in ihrer heutigen Form. Das Wahlergebnis wird zeigen, wie viele Bürger mit diesen Vorhaben zumindest leben können.
Man kann mit Recht vieles gegen die Politik sagen, die aktuell in Brüssel gemacht wird, von einer immer noch zu langsamen Migrationswende über industrieschädlichen Klimaschutz bis zu überzogenen Haushaltsforderungen. Aber was die AfD will, ist nicht das, wofür sich die Wähler in Island entschieden haben. Es geht ihr nicht um die Bewahrung des Status quo. Sie legt die Axt an einen der Grundpfeiler, die Deutschland zu einer historisch einmaligen Periode von Wohlstand und Frieden verholfen haben.
AI outlook — possibilities, not facts
Die EU wird die isländische Entscheidung respektieren und keine neuen Verträge versuchen, um das Ergebnis zu umgehen.
Possible · Within months
In Sachsen-Anhalt wird die AfD bei der Landtagswahl ein starkes Ergebnis erzielen, das ihre EU-kritische Position stärkt.
Likely · Within days

Die Trump-Regierung plant, die strategische Ölreserve der USA mit Öl aus Venezuela aufzufüllen, wie Präsident Donald Trump ankündigte. Gleichzeitig wurden weitere Entwicklungen bekannt: Google Maps zeigt in den USA den See Lake Ontario als „Lake America“, ein US-Bundesgericht erklärte den Visa-Entzug für pro-palästinensische Studenten verfassungswidrig, ICE setzte Milo Yiannopoulos außer Landes und plant den Einsatz von Roboter-Hunden sowie Elektroschock-Handschuhen. Zudem legte die Regierung Berufung gegen ein Urteil zur Briefwahl ein und sicherte sich Zugang zu über 65 Milliarden Barrel venezolanischer Ölvorkommen.
Die Berliner Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat den Auftritt des Rappers Dahabflex bei einer Wahlkampfveranstaltung des Neuköllner Bezirksverbandes ihrer Partei scharf kritisiert, nachdem er ein Lied mit Aufrufen zur Gewalt gegen die israelische Armee gesungen haben soll. Sie fordert Aufklärung und Konsequenzen und betont ihren klaren Standpunkt zum Schutz jüdischen Lebens und gegen Antisemitismus.

Die BSW-Bundesspitze um Sahra Wagenknecht fordert die Verschiebung des Thüringer Sonderparteitags über den Verbleib in der Koalition mit CDU und SPD, da dieser für den Wahlsonntag in Sachsen-Anhalt geplant ist. Die Landesvorsitzenden der anderen Bundesländer unterstützen diesen Appell, während die Thüringer Führung den Termin beibehält und eine Beeinflussung der Wahl ausschließt.

Das britische EU-Referendum von 2016 wird als größter politischer Fehler einer europäischen Regierung im vergangenen Jahrzehnt bezeichnet, mit weitreichend negativen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen, die andere Regierungen vor ähnlichen Volksentscheiden warnen sollen.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hat die geplante Einführung einer Krankschreibung ab dem ersten Tag infrage gestellt, obwohl die Koalition erst kürzlich einen Reformfahrplan beschlossen hatte. Die Union zeigte sich verärgert über den Widerspruch zur gemeinsamen Linie.
Bei einem Referendum stimmten 52,8 Prozent der Isländer gegen die Wiederaufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen. Damit ist die Frage einer EU-Mitgliedschaft Islands vorerst erledigt, wie Premierministerin Kristrún Frostadóttir bestätigte. Island hatte nach der Finanzkrise 2008 zunächst einen Antrag gestellt und Verhandlungen aufgenommen, diese jedoch nach einem Regierungswechsel abgebrochen.