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Nach Wahlerfolgen der AfD in Sachsen-Anhalt diskutieren Politiker über Strategien gegen gesellschaftliche Polarisierung und mögliche Koalitionen.
Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke setzt nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt auf mehr Meinungsaustausch als Mittel gegen eine Spaltung der Gesellschaft. „Wenn ich als Gesundheitsminister unserer Gesellschaft ein Rezept ausstellen könnte, dann wäre es Konfrontationstherapie“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Damit meine ich, dass immer da, wo ich erlebe, dass Dinge passieren, wo unterschiedliche Perspektiven aufeinanderprallen, fast immer etwas Heilsames dabei rauskommt.“ Bei einer Konfrontationstherapie geht es um die Auseinandersetzung mit Ängsten.
Wilke warnt mit Blick auf die AfD vor einer zunehmenden Polarisierung der Gesellschaft, wenn auf Angst vor Migranten und auf Russland-Nähe trotz des Ukraine-Kriegs gesetzt werde. Der SPD-Politiker hält mehr gegenseitige Offenheit für nötig. „Wir waren noch nie so sehr darauf erpicht, uns zurückzuziehen auf Gemeinschaften von Gleichgesinnten“, sagte Wilke. „Freundeskreise, Familien und so weiter orientieren sich heutzutage viel mehr danach, ob man die gleiche Auffassung hat als früher, während es eigentlich zur Normalität gehören muss, dass wir uns immer wieder einordnen.“ Algorithmen – automatisierte Formeln – in sozialen Medien erzeugten solche Blasen von Gleichgesinnten.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht in Sachsen bleibt für Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ein Verhandlungspartner - unabhängig vom Wirken des BSW im Nachbarland Sachsen-Anhalt. „Sachsen-Anhalt ist Sachsen-Anhalt. Das BSW hat keinen gemeinsamen Kern, die Unterschiede zwischen den einzelnen Landesverbänden sind riesig“, sagte Kretschmer im Interview der Chemnitzer „Freien Presse“. Es komme immer auf die Menschen an. „Wenn die Kollegen des BSW im Sächsischen Landtag Verantwortung übernehmen wollen, ist eine sachbezogene Zusammenarbeit selbstverständlich möglich.“
Ihm sei es nach eigenem Bekunden wichtig, ob „konstruktive Kräfte mitmachen wollen, ob sie ein gemeinsames Interesse haben, ob man sich verständigen kann. Da schaue ich nicht in erster Linie auf die Parteizugehörigkeit“.
Kretschmer wurde auch gefragt, ob sich seine Haltung zur AfD geändert habe. Seine Antwort fiel klar aus: „Nein. Ich erlebe sie im Landtag als Partei, die sich immer weiter radikalisiert und die keine Gelegenheit auslässt zu spalten.“
In Niedersachsen haben mit der Öffnung der Wahllokale um 8.00 Uhr die Kommunalwahlen begonnen. Rund 6,3 Millionen Menschen sind aufgerufen, ihre Bürgermeister, Landräte und Kommunalvertretungen zu bestimmen. Die Wahlen gelten ein Jahr vor der nächsten Landtagswahl als Stimmungstest vor dem Hintergrund der Krise bei dem für das Land so wichtigen Autokonzern Volkswagen und dem Erstarken der AfD.
Angesichts wachsender Kritik vieler Unionspolitiker an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat CSU-Chef Markus Söder dessen Sturz durch seine Partei ausgeschlossen. „Von der CSU auf keinen Fall“, sagte Söder der „Bild“ auf die Frage, ob es keinen Kanzlersturz geben werde. Auf die Nachfrage, ob er ausschließe, dass dies aus der CDU komme, sagte Söder: „Für die CDU bin ich nicht zuständig, da bin ich nicht der Vorsitzende. Aber für die CSU kann ich das sagen.“
Auf die Frage, ob Merz noch der richtige Mann sei, um eine Regierung zu führen, die Reformen voranbringen wolle, sagte Söder: „Ja, er steht zu den Reformen.“ Auch die Nachfrage, ob Merz noch der richtige Mann sei, bejahte Söder. Natürlich sei es so, dass über Parteien und über Personen geredet werde. „Der Kanzler weiß das“, sagte Söder. Die Union tue aber gut daran, zusammenzustehen „und uns jetzt nicht durch die AfD auseinanderbringen zu lassen“. Nach eineinhalb Jahren gebe es einen schweren Durchhänger, „vielleicht der schwerste, den man sich vorstellen kann, aber kein Grund zum Aufgeben.“
Mit Blick auf einen etwaigen Kanzler-Wechsel sagte Söder: „Egal, wer jetzt sofort einrücken würde, wenn man die Alternativen durchspielt, der käme erst einmal mit den gleichen Problemen aus – mit einer SPD, die sich mit Reformen schwertut.“
Unter dem Motto „Kein Schritt zurück! Gegen die AfD und rechte Hetze!“ sind, nach übereinstimmenden Angaben von Polizei und Veranstaltern, rund 20.000 Menschen durch die Düsseldorfer Innenstadt gezogen. Die ursprünglich angemeldete Teilnehmerzahl wurde damit verdoppelt. Auch in Berlin wurde demonstriert, dort kamen 13.000 Menschen.
SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach geht es trotz der Ermittlungen gegen ihn nach eigenen Worten gut. „Ich bin in die Politik gegangen und ich weiß, wie Politik läuft“, sagte Krach am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in der Kleingartenanlage Bornholm I in Pankow.
„Mir geht es insbesondere um den Schutz meiner Frau und meiner Kinder, und dem ordne ich alles unter.“ Seine Frau und er versuchen, dass ihre größeren Kinder nicht alle Zeitungsartikel lesen, die über Krach erscheinen.
Krach wird nach eigenen Angaben von der Staatsanwaltschaft Hannover vorgeworfen, zweimal eine Parteispende gefordert zu haben. Zudem soll er in seiner Zeit als Präsident der Region Hannover in einem Verfahren zum Verkauf einer Immobilie unzulässig Geschäftsgeheimnisse weitergegeben haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hält sogenannte Brandmauern gegen rechte Parteien und Bewegungen für nicht erfolgreich. „Wie man sieht, ist das eine Strategie, die nicht funktioniert“, sagte die Politikerin der italienischen Zeitung „Il Foglio“, angesprochen auf den Wahlerfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor knapp einer Woche.
Politische Bewegungen hätten in Europa an Stärke gewonnen, „die die Verteidigung der Identität, den Kampf gegen die illegale Masseneinwanderung und die Gefahr einer Islamisierung Europas“ in den Fokus stellten, sagte Meloni. Die Reaktion des „Establishments“ sei es häufig gewesen, „Brandmauern zu errichten, anstatt die Sachfragen inhaltlich anzugehen“, erklärte sie weiter.
Eine Nachzählung der Stimmen im Wahlbezirk Sandau in Stendal (Sachsen-Anhalt) hat das bisherige Wahlergebnis bestätigt. Der Bezirk gab bekannt, dass dasselbe Ergebnis wie bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag ermittelt wurde, was bedeutet, dass es keine Änderung der Wahlergebnisse gibt. Diese Nachzählung wurde durch Beschwerden von Wahlbeobachtern ausgelöst, die ausreichende Gründe für die Maßnahme angaben. In anderen Wahlbezirken wurden in der vergangenen Woche ebenfalls Nachzählungen angeordnet.
In Burgwedel sind Briefwahlunterlagen für die Kommunalwahl vorzeitig geöffnet worden. Das hat die Landeswahlleitung bestätigt. Anhaltspunkte für Manipulation gebe es aber nicht, betonte die Behörde. Laut eigener Aussage der Verwaltung gab es zudem im Seelze vergleichbare Fälle. In Niedersachsen wird Sonntag gewählt.
Konkret wurden Angaben der Landeswahlleitung zufolge Wahlscheine im Wahlbrief neu ausgerichtet, damit die jeweiligen Wahlbezirke durch das Fenster des Briefumschlags sichtbar sind. Die Problematik sei wegen einer Umstellung bei den Briefwahlunterlagen neu, wie die Stadt Seelze mitteilte. Dazu seien die Briefe geöffnet und später wieder verschlossen worden. Dadurch habe laut Landeswahlleitung eine rechtzeitige Zuordnung der Wahlbriefe zu den zuständigen Wahlvorständen sichergestellt werden sollen. Die eigentlichen Stimmzettel, die sich in einem gesonderten Umschlag in dem Wahlbrief befinden, seien nicht geöffnet worden.
Wie viele Wahlbriefe zusammen geöffnet wurden, sei nicht bekannt, hieß es von der Landeswahlleitung. Die Stadt Burgwedel teilte mit, dass dort 172 von bisher circa 4100 Wahlbriefen im Mehraugenprinzip geöffnet worden seien.
Zuvor hatte die AfD Hannover-Land auf den Vorfall aufmerksam gemacht. Der Vorsitzende der Partei, Dirk Brandes, fordert eine vollständige Aufklärung des Umfangs und der Verantwortlichkeiten noch vor der Kommunalwahl. „Ein solcher Umgang mit Wahlbriefen ist ein massiver Vertrauensbruch“, sagte er.
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion in Mecklenburg-Vorpommern, Marc Reinhardt, sorgt sich vor der Landtagswahl um den Einzug der CDU in das Parlament. Die Lage der Partei in dem Bundesland sei nicht schön. „Die Sorge vor dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde ist da“, sagte Reinhardt dem „Tagesspiegel“.
Der „Tagesspiegel“ zitierte außerdem den früheren Partei- und Fraktionschef in Mecklenburg-Vorpommern, Eckhardt Rehberg, der sagte: „Es gibt nach den Umfragen die Gefahr, dass die CDU aus dem Landtag Mecklenburg-Vorpommern herausfällt.“ CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters sagte WELT TV, die Partei befinde sich durch die zunehmende Zuspitzung des Wahlkampfes und die anhaltende Kritik an der Bundesregierung „in einer ernsten Lage“. „Wir führen mittlerweile einen Existenzkampf.“
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Kommunalwahlen in Niedersachsen finden statt
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Federal Interior Minister Alexander Dobrindt is planning a drone protection shield for Germany. In the future, operators of critical infrastructure and private security companies will be given more powers to fend off drones over their facilities.

The general election is taking place in Sweden. Around eight million people vote. Contrary to previous surveys, a close race is emerging between Prime Minister Kristersson's conservative bloc and Magdalena Andersson's left-wing bloc.

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After the AfD election success in Saxony-Anhalt, the German Association of Judges is calling for legal protection for the judiciary. The right of the justice ministries to issue instructions must be abolished in order to prevent political abuse by extremists.

After the CDU election debacle in Saxony-Anhalt, CSU boss Söder rules out speculation that Chancellor Merz will be overthrown. At the same time, there are ongoing political debates about federal coercion against a possible AfD state government and criticism of the coalition's course.
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