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Die AfD erzielte bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen historischen Wahlsieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg eine rechtsextreme Partei eine Regierungsbeteiligung in einem deutschen Bundesland anstreben könnte.
Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt haben laut Polizeiangaben rund 5.000 Menschen am Brandenburger Tor in Berlin gegen die Partei protestiert. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, verlief die Demo »störungsfrei«. Unter den Teilnehmern waren auch Klima- und Politikaktivistin Luisa Neubauer und die Spitzenkandidaten der Grünen und der Linken für die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin am 20. September. Die Veranstalter sprachen von rund 14.000 Teilnehmenden.
Das AfD-Wahlergebnis sei eine »Schande, die wütend und fassungslos macht«, sagte der Leiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, bei der Kundgebung. Erstmals seit der Befreiung vom Nationalsozialismus könnte nun eine rechtsextreme Regierung an die Macht kommen. Dieses Wahlergebnis dürfe nicht einfach schweigend hingenommen werden, sagte er weiter.
Schwesig: »Machtfantasien der AfD gemeinsam stoppen«
In Mecklenburg-Vorpommern protestierten Menschen an mehreren Orten gegen die Partei. »Mecklenburg-Vorpommern ist nicht Sachsen-Anhalt«, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bei einer Demonstration in Schwerin. »Wir werden die Machtfantasien der AfD gemeinsam stoppen. Unser Zuhause bekommt die AfD nicht.« In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt.
Auch in Potsdam versammelten sich Hunderte Demonstranten, um gegen die Partei zu protestieren. In Münster, Göttingen, Dresden, Aachen, Bamberg, Darmstadt und in Halberstadt in Sachsen-Anhalt waren für den Abend ebenfalls Proteste geplant.
Rund 200 Menschen am Steintor in Halle
In Halle an der Saale versammelten sich rund 200 Menschen am Steintor. Dort findet von Sonntag bis Mittwoch ein Protestcamp zivilgesellschaftlicher und linker Initiativen statt. Eine ZEIT-Reporterin vor Ort berichtete, dass vor allem junge Menschen und Eltern mit kleinen Kindern gekommen seien.
In Salzwedel versammelten sich laut einer ZEIT-Reporterin am späten Nachmittag etwa 50 Menschen unter dem Motto »Auch nach der Wahl sind wir miteinander da«. Eine Organisatorin sagte auf der Bühne. das jetzt »irgendwie alles anders« sei und sie das erst einmal sacken lassen müsse. Aber sie finde es wichtig, an diesem Tag zusammenzukommen.
AI outlook — possibilities, not facts
Die AfD wird versuchen, eine Regierung in Sachsen-Anhalt zu bilden.
Likely · Within weeks
Die Proteste gegen die AfD werden in den kommenden Tagen in anderen Städten fortgesetzt.
Very likely · Within days

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