Rund 3.000 Menschen demonstrieren in Leipzig gegen Rechtsextremismus
Nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt formiert sich bundesweiter Protest unter dem Motto „Zeit zum Handeln“.
Quick Look
- In Leipzig protestierten etwa 3.000 Menschen gegen Rechtsextremismus.
- Das Bündnis „Zeit zum Handeln“ rief nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt zu bundesweiten Demonstrationen auf, um für demokratische Werte und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzutreten.
AI-generated summary
Why It Matters
Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt bildete sich das Bündnis „Zeit zum Handeln“, das zu bundesweiten Demonstrationen aufrief.
Etwa 3.000 Menschen haben sich in Leipzig an einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus beteiligt. Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt hatte sich ein Bündnis «Zeit zum Handeln» gebildet und deutschlandweit zu Demonstrationen aufgerufen, darunter in Berlin, Magdeburg, Halle und Erfurt. Am Sonntag ist eine Demo auf dem Dresdner Theaterplatz geplant.
«Es sind die Wählerinnen und Wähler der AfD, die dafür gesorgt haben, dass eine rechtsnationalistische, antidemokratische und verfassungsfeindliche Partei die Wahlen in Sachsen-Anhalt gewonnen hat», erklärte der frühere Pfarrer Christian Wolff. Das müsse alle Demokraten auf den Plan rufen. «Wir müssen deutlich und unmissverständlich für die Werte eintreten, die Grundlage sind für soziale Gerechtigkeit, kulturelle Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt.»
Verdi-Funktionär: «Wo Rechte spalten, stehen wir zusammen.»
Tobias Baumann, Vorsitzender des Verdi-Bezirkes Leipzig/Nordsachsen, verwies darauf, dass die Gewerkschaften Solidarität lebten. «Solidarität kennt keinen Platz für Rassismus, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit. Jetzt kommt es darauf an, dass wir unsere Demokratie nicht denjenigen überlassen, die sie von innen aushöhlen wollen.»
«Wir rufen alle Menschen in Leipzig auf, sich an dem Diskurs auf der Straße zu beteiligen und nicht der AfD zu überlassen», erklärte Mitorganisatorin Irena Rudolph-Kokot für das Aktionsnetzwerk «Leipzig nimmt Platz». Es gehe darum, solidarisch mit den Menschen und der Zivilgesellschaft in Sachsen-Anhalt zu sein und zu verhindern, dass die AfD weitere Wahlsiege erringe.
Open Questions
- Wie entwickeln sich die Teilnehmerzahlen bei weiteren geplanten Demos?


