Die BSW-Gründerin weist die Bezeichnung als „Freunde Russlands“ zurück und wirft dem Ehrenpräsidenten des FC Bayern München Niveaulosigkeit vor.
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Uli Hoeneß kritisierte das BSW als 'Vereinigung der Freunde Russlands'. Wagenknecht konterte mit Vorwürfen zur Niveaulosigkeit der Debatte.
Sahra Wagenknecht attackiert Uli Hoeneß für dessen Kritik am BSW. „Wer diejenigen, die sich für Frieden einsetzen, als Freunde Russlands diffamiert, schürt Kriegsstimmung“, sagte die BSW-Gründerin WELT.
Hoeneß bezeichnete die Wagenknecht-Partei kürzlich als „Aprilscherz“. In einem WELT AM SONNTAG-Interview sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München über das BSW gar: „Die müssten eigentlich heißen: Vereinigung der Freunde Russlands.“
Die Vorwürfe blockt Wagenknecht ab. „Hoeneß sollte sich mal wieder in die Kurve stellen und zuhören, ob die Leute wirklich den Krieg in der Ukraine mit ihrem Steuergeld auf Kosten des eigenen Landes weiter finanzieren wollen?“, so die BSW-Gründerin weiter. „Es ist eine Niveaulosigkeit, diejenigen, die die Ukraine-Politik der Bundesregierung kritisieren, als moskautreu zu beschimpfen. Auch diese Art der Debatte trägt dazu bei, dass sich Deutschland immer tiefer in den Krieg hineinziehen lässt.“
Hoeneß blickte im Interview besorgt auf die politischen Entwicklungen in Deutschland. Und kritisierte AfD und Linkspartei: „Beide sind nicht in der Lage, ein Land zu führen“, sagte Hoeneß. „Sie wissen alles besser – und dass sie es wirklich besser machen, glaubt doch kein Mensch: Raus aus der Nato, raus aus der EU, kein Euro mehr – diese Forderungen der AfD zeigen, dass die keine Ahnung von der Wirtschaft und der Welt haben.“
Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt näherte sich die Wagenknecht-Partei zuletzt weiter der AfD an. In der ersten konkreten Zusammenarbeit im Magdeburger Landtag ging es Mitte Oktober um Russland und die bisherige Unterstützung der überfallenen Ukraine. So beantragten AfD und BSW ein Sonderplenum, wo sie wiederum einen prorussischen Antrag beschlossen. Darin wird unter anderem das Aufheben der Wirtschaftssanktionen gegen Russland sowie ein Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine gefordert.
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