USA haben bei Einsatz "Southern Spear" in einem Jahr 227 Menschen getötet
Quick Look
- Im Rahmen des einjährigen Einsatzes "Southern Spear" gegen Drogenschmuggel im Pazifik und der Karibik haben die USA laut Southcom 227 Menschen getötet und 68 Schläge gegen mutmaßliche Drogenboote ausgeführt.
- Nur drei Schmuggler wurden lebend gerettet.
- Kritiker zweifeln an der Rechtmäßigkeit der Angriffe in internationalen Gewässern.
AI-generated summary
Why It Matters
Der Einsatz "Southern Spear" wurde auf Geheiß von Präsident Donald Trump gestartet, um den Drogenschmuggel entlang des amerikanischen Kontinents zu unterbinden. Die USA behaupten, faktisch im Krieg mit Drogenkartellen in Lateinamerika zu stehen.
In ihrem umstrittenen Kampf gegen mutmaßliche Drogenschmuggler im Pazifik und der Karibik haben die USA in einem Jahr 227 Menschen getötet. Insgesamt seien bei dem Einsatz »Southern Spear«, der seit genau einem Jahr läuft, 68 Schläge gegen sogenannte Drogenboote ausgeführt worden, teilte ein Sprecher des für die Region zuständigen Kommandos Southcom mit. Lediglich drei mutmaßliche Drogenschmuggler seien lebend gerettet worden.
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Das US-Verteidigungsministerium hatte den Einsatz »Southern Spear« (»Südlicher Speer«) auf Geheiß von Präsident Donald Trump gestartet, um den Drogenschmuggel entlang des amerikanischen Kontinents zu unterbinden. Nach Trumps Darstellung befinden sich die USA faktisch im Krieg mit Drogenkartellen in Lateinamerika. Ein US-Regierungsvertreter teilte am Mittwoch mit , der Drogenschmuggel in der Karibik sei infolge der Einsätze um bis zu 65 Prozent zurückgegangen. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht.
Seit Beginn des Einsatzes verkündet Southcom immer wieder, mutmaßliche Drogenschmuggler getötet zu haben. Dazu werden regelmäßig auch Aufnahmen der tödlichen Angriffe verbreitet. Wo genau die Schläge stattfinden – und mit welcher rechtlichen Begründung – bleibt zumeist offen. Kritikerinnen und Kritiker bezweifeln, dass die Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind (mehr dazu hier ).
Mit dem Kampf gegen Drogenschmuggel hatten die USA im vergangenen Jahr auch ihre erhebliche Militärpräsenz vor der Küste Venezuelas begründet, obwohl das Land nicht als Produktionsstätte, sondern als Transitland gilt – und zwar vor allem für den europäischen Markt.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Der Einsatz Southern Spear wird aufgrund des behaupteten Rückgangs des Drogenschmuggels um bis zu 65 Prozent fortgesetzt oder ausgeweitet.
Likely · Within months
Open Questions
- Wo genau finden die Schläge gegen Drogenboote statt?
- Welche rechtliche Begründung wird für die Angriffe in internationalen Gewässern genannt?
- Wie werden die Zahlen zu getöteten Personen und zur Reduktion des Drogenschmuggels unabhängig überprüft?




