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„Wegsehen, um eigene Macht zu sichern“ – Schnieder kritisiert SPD und Grüne für Umgang mit Linken
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„Wegsehen, um eigene Macht zu sichern“ – Schnieder kritisiert SPD und Grüne für Umgang mit Linken

Gordon Schnieder (CDU) fordert klare Abgrenzung von Linksextremismus und Antisemitismus sowie eine Untersuchung der Linken im Rahmen der AfD-Prüfung.

Quick Look

  • Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) fordert von SPD und Grünen eine konsequentere Abgrenzung von Linksextremismus und Antisemitismus.
  • Zudem plädiert er dafür, die Linke in eine geplante Arbeitsgruppe zur AfD-Verfassungstreue einzubeziehen.

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Why It Matters

Die Debatte dreht sich um die Abgrenzung demokratischer Parteien gegenüber extremistischen Kräften am linken und rechten Rand. Hintergrund ist unter anderem die politische Situation in Sachsen-Anhalt.

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Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) hat SPD und Grünen vorgeworfen, sich nicht entschieden genug von Linksextremismus und Antisemitismus abzugrenzen. „Beim Kampf gegen Antisemitismus darf es keinen politischen Rabatt geben“, schreibt Schnieder in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Parteien der Mitte dürften weder mit links- noch mit rechtsextremen Kräften Mehrheiten bilden.

Mit Blick auf die politische Lage in Berlin kritisierte Schnieder, wer bei Demonstrationen gegen Rechtsextremismus in der ersten Reihe stehe, dürfe angesichts einer „reaktionären und offen judenfeindlichen extremen Linken“ nicht schweigen. Er forderte von SPD und Grünen einen „klaren moralischen Konsens“. Schnieder: „Lassen SPD und Grüne es wirklich zu, dass eine Partei an führender Stelle Verantwortung übernimmt, in deren Reihen Judenfeindlichkeit offen zutage tritt? Es wäre ein fatales Signal, darüber hinwegzusehen, um die eigene politische Macht zu sichern.“

Zugleich kritisierte Schnieder die Wahl eines Vertreters der AfD zum Präsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt. Dass dieser auch Stimmen außerhalb von AfD und BSW erhalten habe, mache ihn fassungslos. „Unser christliches Menschenbild verbietet es uns, jemals mit radikalen, populistischen und extremistischen Kräften zusammenzuarbeiten“, so der CDU-Politiker.

Schnieder fordert, auch die Linke in Arbeitsgruppe zu untersuchen

Die von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) vorgeschlagene Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Prüfung der AfD-Positionen auf ihre Verfassungstreue bezeichnete Schnieder als gute Grundlage. Allerdings müsse auch die Linke in einer solchen Arbeitsgruppe untersucht werden. Parteien, die den Staat aktiv bekämpften, dürften nicht ohne Weiteres in den Parlamenten sitzen.

Leichtfertige Forderungen nach Parteiverboten griffen dagegen zu kurz, erklärte Schnieder. Ein Verbot löse nicht die gesellschaftliche Spaltung. Vielmehr müssten die demokratischen Parteien das Vertrauen der Bürger durch verlässliche Politik und konkrete Verbesserungen im Alltag zurückgewinnen.

Open Questions

  • Wie reagieren SPD und Grüne auf die Forderung nach Einbeziehung der Linken?
  • Wird die Arbeitsgruppe zur AfD-Prüfung tatsächlich um die Linke erweitert?

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This article was originally published by Die Welt.

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