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AfD in Ostdeutschland laut Forsa-Umfrage mit großem Abstand stärkste Partei
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Die Welt47 minutes agoPolitics2 min readGermany

AfD in Ostdeutschland laut Forsa-Umfrage mit großem Abstand stärkste Partei

Laut „Trendbarometer“ kommt die AfD im Osten auf 45 Prozent. Bundeskanzler Friedrich Merz bleibt tief im Umfragekeller.

Quick Look

  • Laut einer Forsa-Umfrage ist die AfD in Ostdeutschland mit 45 Prozent mit großem Abstand stärkste Partei.
  • Bundesweit bleibt sie bei 28 Prozent, während Kanzler Friedrich Merz schlechte Umfragewerte verzeichnet.

AI-generated summary

Why It Matters

Das Forsa-Trendbarometer ermittelt regelmäßig die politischen Präferenzen der Wahlberechtigten in Deutschland.

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Die AfD ist laut einer Umfrage in Ostdeutschland mit großem Abstand stärkste Partei. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die in Teilen rechtsextreme Partei laut dem am Dienstag veröffentlichten „Trendbarometer“ von RTL und ntv im Osten auf 45 Prozent der Stimmen.

Die Linke käme auf 15 Prozent und läge damit noch vor der CDU, die nur bei zwölf Prozent landen würde. SPD und Grüne lägen jeweils bei neun Prozent, das BSW bei fünf Prozent.

Bundesweit gibt es demnach bei den Parteipräferenzen nur wenig Bewegung. Die AfD bleibt weiter auf einem Rekordhoch von 28 Prozent, während CDU/CSU bei 21 Prozent verharren. Es folgen die Grünen mit 16 Prozent, die SPD mit zwölf Prozent, die Linke mit elf Prozent (plus ein Prozentpunkt) und die FDP mit vier Prozent – ebenso wie das BSW also unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde.

Für AfD-Anhänger ist vor allem die Überzeugung ausschlaggebend, dass die Partei die „Interessen des deutschen Volkes“ am besten vertrete. 34 Prozent nennen dies als wichtigstes Motiv für ihre Wahlentscheidung. Jeweils gut ein Fünftel verweist auf Unzufriedenheit mit dem politischen System insgesamt (22 Prozent) oder auf Unzufriedenheit mit der Bundesregierung (21 Prozent).

Im Osten sehen nur 7 Prozent der Wähler den Kanzler positiv

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bleibt tief im Umfragekeller. Wie in der Vorwoche sind nur 13 Prozent der Bundesbürger mit seiner Arbeit zufrieden, während 85 Prozent unzufrieden sind. Besonders gering ist die Zustimmung im Osten. Dort bewerten lediglich sieben Prozent Merz’ Arbeit positiv, im Westen sind es 15 Prozent. 91 Prozent im Osten sind unzufrieden, im Westen 83 Prozent.

Bei der Frage, welcher Partei die Bürger am ehesten zutrauen, die Probleme in Deutschland zu lösen, bleibt die AfD mit 13 Prozent knapp vorn. Allerdings traut mit 55 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten keiner Partei zu, die Probleme im Land am besten lösen zu können. Die Union liegt unverändert bei zwölf Prozent und steht damit weiter auf dem schlechtesten Wert seit knapp vier Jahren. Die Grünen kommen auf acht Prozent. Der SPD trauen fünf Prozent am ehesten politische Kompetenz zu. Für die Linke sind es vier Prozent.

Mehrheit offen für Absprachen der CDU mit der Linken

Angesichts schwieriger Mehrheitsverhältnisse in Ostdeutschland spricht sich eine Mehrheit der Bundesbürger dafür aus, dass die CDU künftig auch Absprachen mit der Linkspartei treffen sollte. 54 Prozent befürworten eine solche Zusammenarbeit, wenn sie die Bildung einer Landesregierung ohne Beteiligung der AfD ermöglicht. 38 Prozent lehnen dies ab. Auch unter den Anhängern von CDU und CSU gibt es dafür eine klare Mehrheit. 63 Prozent befürworten Absprachen mit der Linken in Ostdeutschland, 34 Prozent sind dagegen.

Im Osten selbst fällt die Zustimmung dazu mit 49 Prozent etwas geringer aus als im Westen mit 55 Prozent. Ablehnung kommt vor allem aus dem AfD-Lager. 89 Prozent der AfD-Anhänger sprechen sich gegen eine solche Kooperation aus. Dagegen befürworten sie 81 Prozent der SPD-Anhänger, 86 Prozent der Grünen-Anhänger und sogar 97 Prozent der Linken-Anhänger.

Das Institut Forsa befragte für das „Trendbarometer“ zur aktuellen Sonntagsfrage vom 1. bis 7. September 2.502 Wahlberechtigte. Der größte Teil des Umfragezeitraums lag also noch vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die statistische Fehlerquote wurde mit plus/minus 2,5 Prozent angegeben.

Für die Zahlen zu Ostdeutschland teilte Forsa gegenüber WELT mit, die Zahlen basierten auf einer dreiwöchigen Erhebung. Insgesamt seien 7500 Menschen in Ost- und Westdeutschland befragt worden. 15 Prozent davon seien aus Ostdeutschland und für die Ergebnisse repräsentativ gewesen. Mit Ostdeutschland meint Forsa: neue Bundesländer ohne Berlin.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Fortführung der wöchentlichen Trendbarometer-Erhebungen

    Very likely · Within weeks

Open Questions

  • Wie entwickeln sich die Zustimmungswerte nach den Landtagswahlen?
  • Kommt es zu regionalen Koalitionen zwischen CDU und Linken?

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This article was originally published by Die Welt.

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