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Die Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin fand kürzlich statt. Die Ergebnisse zeigen einen hohen Anteil an neu gewählten Abgeordneten sowie eine leichte Zunahme des Frauenanteils auf 39 Prozent.
Fast die Hälfte der Abgeordneten im Berliner Parlament sind Neulinge. 73 der 158 gewählten Personen ziehen erstmals ins Abgeordnetenhaus ein, wie aus einer Parlamentsdatenbank hervorgeht. Der Frauenanteil steigt leicht auf 39 Prozent.
Bislang war Klara Schedlich (Grüne) die jüngste Abgeordnete. Mit der neuen Legislaturperiode ändert sich das. Mit 22 Jahren ist nun Asya Senyüz von der Linkspartei das jüngste Mitglied im Abgeordnetenhaus. Es folgen Richard Gamp (23) von der CDU und Schedlich (26). Sie sind die einzigen Abgeordneten im Parlament, die im Jahr 2000 oder später geboren sind, wie der Landeswahlleiter mitteilte. Was haben die Neuen vor?
Asya Senyüz: Die Jüngste im Parlament
Asya Senyüz unterlag in ihrem Wahlkreis in Tempelhof-Schöneberg zwar knapp mit 27,2 Prozent der Grünen-Kandidatin Martina Zander-Rade (29,4 Prozent), zog aber über die Liste ihrer Partei ins Abgeordnetenhaus ein. Dort wird die 22-Jährige voraussichtlich zu Beginn der Legislaturperiode nicht gleich voll einsteigen können.
Auf ihrem Instagram-Account schreibt Senyüz, dass sie kurz nach Beginn des Wahlkampfes schwer krank geworden sei und Monate im Krankenhaus verbracht habe. Im November muss Senyüz abermals ins Krankenhaus, wie sie ihre Follower wissen lässt. «Ich hoffe aber sehr, dass ich Ende des Jahres wieder vollständig belastbar bin.» Die Berliner Linksjugend Solid erklärte laut dem «Tagesspiegel»-Newsletter «Checkpoint», dass sich Senyüz «Antimilitarismus und Palästina-Solidarität» widmen wolle.
Richard Gamp teilt gegen linke Politik aus
Mit der Grünen Klara Schedlich hat CDU-Politiker Richard Gamp kaum etwas gemeinsam außer den Wahlkreis Reinickendorf. Den hat er gegen Schedlich gewonnen. Gamp bezeichnet sich selbst als konservativ und teilt auf Social Media gerne gegen linke Politik aus. Bei Instagram bekundete er Sympathien für AfD-Chefin Alice Weidel. Unter anderem sagte er über sie, dass sie «menschlich, glaube ich, vollkommen in Ordnung» sei. Zu einer Debatte wolle er sie gerne mal treffen, sagte Gamp.
Eine Ablehnung jeder Zusammenarbeit mit der AfD sieht der CDU-Abgeordnete problematisch. «Parlamentarische Mehrheiten müssen sich an Inhalten und politischen Grundüberzeugungen orientieren, nicht an Brandmauern. Wir brauchen überparteilichen Diskurs und eine echte Auseinandersetzung in der Sache», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Zu Gamps Kernthemen zählen Sicherheit, Bildung und Wohnungspolitik. Angesichts des Wohnungsmangels in Berlin ist er für eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes - «mindestens», wie er sagt: «Ich will lieber neue Wohnungen statt ein Vogelschutzgebiet».
Sollte es zu einer rot-grün-roten Regierung in Berlin kommen, befürchtet Gamp, «dass in dieser Stadt der Linksradikalismus und der Sozialismus einkehren». Sparen möchte er im öffentlichen Dienst - aber nicht bei der Polizei. Kritik übt er an der Jugendarbeit, die oft nicht effizient sei. Wichtiger sei, die Vereine zu stärken, anstatt vermehrt Sozialarbeiter einzustellen.
Außerdem ist Gamp für eine Amtszeitbegrenzung von zwei Legislaturperioden und offen dafür, diese Begrenzung auf Parlamentarier auszuweiten. Heißt: Nach zehn Jahren wäre für Berliner Abgeordnete Schluss. Eine «gewisse Fluktuation» halte er für richtig.
Für immer möchte Gamp selbst ohnehin nicht in der Politik bleiben. Parallel zu seiner Mandatstätigkeit will der 23-Jährige an der Humboldt-Universität in Verfassungsrecht promovieren und das zweite Staatsexamen abschließen. Berufspolitiker sein, sagt Gamp, das wolle er nicht.
Klara Schedlich: Mit 26 schon eine ganze Legislatur erlebt
Sie zählt trotz ihrer erst 26 Jahre und als drittjüngste Abgeordnete zu den Erfahrenen im Parlament. Bereits 2021 zog Klara Schedlich das erste Mal für die Grünen ins Abgeordnetenhaus ein. Dort kämpfte die Berlinerin für das Wahlalter ab 16 auf Landesebene: «Das war mein größter Erfolg», sagt Schedlich über die Verfassungsänderung der vergangenen Legislaturperiode.
Eines ihrer Kernthemen ist feministische Politik: «Mein größtes Ziel ist es immer, migrantische Frauen und junge Frauen zu ermutigen, sich einzubringen. Denn von uns gibt es noch zu wenige.»
Außerdem setzt sie sich für Mehrsprachigkeit an Schulen ein und will die Zahl der Gemeinschaftsschulen verdoppeln, an denen Schüler bis zu zehn Jahre durchgehend zusammen lernen. «Ich möchte klarmachen, dass es ein wertvoller Schatz ist, nicht nur Französisch zu sprechen. Türkisch, Arabisch und Bosnisch sind genauso wertvoll.»
Und dann sind da noch das Glücksspiel und die Sportwetten, denen die junge Berlinerin den Kampf ansagen will. Geht es nach ihr, sollen Werbung dafür verboten und Automaten aus Gaststätten verbannt werden. Vor der Glücksspiellobby wolle sie nicht zurückschrecken. «Ich habe immer Bock, mich mit den Großen und Mächtigen anzulegen, wenn es sein muss.»
AI outlook — possibilities, not facts
Asya Senyüz wird ihre Gesundheit wiederherstellen und ihre parlamentarische Tätigkeit aufnehmen.
Possible · Within months
Richard Gamp wird eine Amtszeitbegrenzung für Abgeordnete initiieren oder unterstützen.
Possible · Within months
Hamburg's Science Senator Maryam Blumenthal (Greens) meets with resistance from university councils and students against planned budget cuts in the Citizenship's Science Committee. HafenCity University warns of a multi-million dollar deficit from 2030, while the Senate insists on using reserves.
Federal Education Minister Karin Prien (CDU) has criticized the Heidenau city council's decision not to install any more stumbling blocks in public spaces and described it as a scandal. She emphasized that stumbling blocks make Jewish life visible and restore dignity. The majority of the city council voted for an application from the CDU and AfD. Stolperstein inventor Gunter Demnig also expressed incomprehension and criticized the decision as unworthy.

After right-wing extremist election successes in Saxony-Anhalt, the middle class is demanding that asylum policy be listened to and tightened, while the left-wing victory in Berlin leads to anti-Semitic accusations. At the same time, the housing shortage is becoming visible through the eviction of an old tenant in Madrid, while Pope Leo XIV is holding mass in France in front of over half a million people. In Heidenau, the CDU and AfD are allegedly working together to prevent the laying of new stumbling blocks in memory of Nazi victims.
US broadcaster CNN has been excluded from President Donald Trump's planned trip to Tennessee and replaced by Lindell TV, run by Trump-backed entrepreneur Mike Lindell. The press pool changes regularly and supplies other media with material. CNN, MSNBC and Politico had previously been granted access to the White House after several days of stay-at-home orders after a federal court temporarily lifted the ban.
The US government has denied CNN permission to film President Donald Trump's trip to Tennessee as part of the TV pool, despite a judge previously restoring CNN, MSNBC and Politico's access to the White House. The measure could violate the judge's ruling, with legal experts arguing that the disinvitation violates the spirit of the order.
Chancellor Friedrich Merz (CDU) confirms the federal government's reform course in the areas of pensions, health, care and taxes. At the same time, the DGB is calling for rallies against the social policy course in 15 major cities. The DOSB is deciding between Munich and Cologne-Rhine-Ruhr as Germany's bid for the 2036, 2040 or 2044 Olympics, with Munich narrowly leading, but the final decision rests with the IOC.