Gefahrguter alarm am Berliner Flughafen BER führt zu Evakuierung und Verspätungen
Quick Look
- Am Berliner Flughafen BER wurde der öffentliche Bereich des Terminals 1 evakuiert, nachdem eine Frau beim Bundespolizei-Servicepunkt angab, einen gefährlichen Stoff dabei zu haben.
- Ankunftsfluggäste mussten über zwei Stunden in der Gepäckausgabe ausharren, während Abflüge weitgehend normal weiterliefen.
AI-generated summary
Why It Matters
Der Flughafen BER hatte bereits im März dieses Jahres einen ähnlichen Vorfall wegen eines möglichen verdächtigen Flugobjekts erlebt, der jedoch als reine Sicherheitsvorkehrung eingestuft wurde.
Die Polizei hat am Hauptstadtflughafen BER den öffentlichen Bereich des Terminal 1 geräumt. Die Fluggäste wurden aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Laut Bundespolizei habe eine Frau beim Servicepoint der Bundespolizei gesagt, sie habe einen gefährlichen Stoff dabei.
„Bei der unbestimmten Substanz konnte eine Gefahr nicht ausgeschlossen werden“, sagte der Sprecher. Deswegen wurde der Gefahrgut-Alarm ausgelöst. Weitere Angaben machte er zunächst nicht.
Die Flughafengesellschaft bestätigte den Vorfall: „Wegen des Verdachts auf einen gefährlichen Stoff hat die Bundespolizei gegen 17.45 Uhr einen Gefahrutalarm ausgelöst“, schrieb ein Sprecher des Flughafens. Aus Sicherheitsgründen wurde daher „der öffentliche Bereich des Terminal 1 geräumt“.
Bereits abfertigungsbereite Maschinen konnten demnach regulär starten, im Anflug befindliche Maschinen konnten weiterhin landen. Die Abfertigung der Fluggäste „wird so weit wie möglich auf Terminal 2 verlegt“, schob der Sprecher nach. „Inwieweit es zu Verspätungen und Flugausfällen kommt, ist aktuell nicht absehbar.“
Ankommende Fluggäste müssen bei Gepäckausgabe ausharren
Für ankommende Passagiere stellte sich die Lage anders dar: Sie wurden nach der Landung nicht aus dem nichtöffentlichen Bereich herausgelassen. Betroffen war auch WELT-Moderatorin Nena Brockhaus, die aus Düsseldorf nach Berlin geflogen war.
Seit knapp zwei Stunden müssten die Fluggäste im Bereich der Gepäckausgabe ausharren, berichtete sie. Unter den Wartenden seien mehrere Kinder, einige von ihnen weinend. Getränke gebe es keine. Das Sicherheitspersonal habe ihr gegenüber jede Auskunft verweigert.
Brockhaus bezeichnete den Zustand als „unterirdisch“. „Das ist eine absolute Frechheit, was der BER hier macht“, sagte sie. Flughafengesellschaft und Bundespolizei waren für eine Stellungnahme zur Situation der ankommenden Passagiere zunächst nicht zu erreichen.
Zuletzt wurde der Flugbetrieb am BER im März dieses Jahres unterbrochen, damals wegen eines möglichen verdächtigen Flugobjekts. Es sei eine „reine Sicherheitsvorkehrung“ gewesen, sagte der Sprecher kurz darauf. Mit dem Vorgehen sollte eine Kollision verhindert werden. Es sei aber kein Objekt ausfindig gemacht worden.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Bundespolizei wird die gemeldete Substanz untersuchen und offizielle Ergebnisse kommunizieren.
Likely · Within days
Der Flughafen BER wird seine Kommunikations- und Notfallverfahren für ähnliche Vorfälle überprüfen.
Possible · Within weeks
Open Questions
- Was war die genaue Natur des gemeldeten gefährlichen Stoffs?
- Warum wurden ankommende Passagiere nicht aus dem nichtöffentlichen Bereich entlassen?
- Warum standen keine Getränke für die wartenden Passagiere bereit?
- Wie lange wird die Situation voraussichtlich andauern?


