
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund bringt Rüstungsproduktion mit einer Abschiebeoffensive in Verbindung. SPD und BSW reagieren mit scharfer Kritik.
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Ulrich Siegmund ist AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, wo die AfD stärkste Kraft bei der Landtagswahl geworden ist.
Bei seinem Wahlkampf versprach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund eine Abschiebeoffensive. In einem Interview bringt er nun den Rüstungsaufbau damit in Verbindung – und sorgt für Empörung.
Ulrich Siegmund: Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist die AfD stärkste Kraft geworden. Foto: REUTERS
Magdeburg. Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat die Produktion von Rüstungsgütern in einen Zusammenhang mit der angestrebten Abschiebeoffensive gebracht – und damit scharfe Kritik ausgelöst.
„Die Äußerungen von Ulrich Siegmund markieren eine neue Qualität“, sagte die Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Katja Pähle. „Wer bei der angekündigten Massenausweisung von Menschen aus Sachsen-Anhalt ausgerechnet Rüstungsgüter ins Spiel bringt, spricht über Gewalt als Mittel der Politik.“
Auch das BSW, das sich nach bisherigem Bekunden eine Zusammenarbeit mit der AfD projekt- und themenbezogen vorstellen konnte, äußerte sich scharf.
Die AfD unterstütze Hochrüstung und „rechtfertigt die Ansiedlung des israelischen Rüstungskonzerns Elbit mit dem Einsatz von Rüstungstechnik für ‚Remigration‘“, schrieb the Co-Bundesvorsitzende Fabio De Masi. „Das zeigt die wollen gar nicht regieren und suchen verzweifelt einen Weg durch Provokation.“
Nach der konstituierenden Fraktionssitzung der AfD im Magdeburger Landtag hatte Siegmund am Donnerstag auf die Frage eines Journalisten nach der geplanten Ansiedlung eines israelischen Rüstungskonzerns geantwortet: „Wir verteufeln nicht pauschal Produktion von Rüstungsgütern, weil wir bei (der) späteren Remigrations- und Abschiebeoffensive natürlich auch entsprechende Hilfsmittel brauchen. Natürlich auch im Sinne der inneren Sicherheit, der eigenen Stabilität und auch der Landesverteidigung.“
Interview
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Es sei im Einzelfall abzuwägen, sagte Siegmund weiter. „Wir wollen uns genau anschauen, was wird da produziert, unter welchen Bedingungen und laufen wir dadurch Gefahr, uns an fremden Konflikten zu beteiligen? Dann sehen wir das mehr als kritisch.“
Pähle sagte, dies sei keine missverständliche Formulierung, sondern eine politische Drohung. Hier zeige sich die hässliche Fratze einer Politik, deren Sprache und Vorstellungen erneut an totalitäre Vorbilder erinnerten.
Zugleich forderte die SPD-Fraktionsvorsitzende eine Aussage des BSW zu den Aussagen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht in Sachsen-Anhalt hatte mitgeteilt, sich projekt- und themenbezogen eine Zusammenarbeit mit der AfD vorstellen zu können.
Mehr: „Die Hand ist ausgestreckt“ – So will Siegmunds AfD regieren
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Saxony-Anhalt's AfD leading candidate Ulrich Siegmund has linked arms production with a deportation offensive. For this he received strong criticism from the SPD and BSW, who spoke of a political threat and violence as a means of politics.

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