Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Simulationen zeigen offenes Wahlergebnis
Eine Woche vor der Wahl simulierte DIE ZEIT 1.000 mögliche Wahlausgänge, da Umfragen aufgrund statistischer Ungenauigkeiten keine eindeutige Prognose zulassen.
Quick Look
- Eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bleibt der Ausgang ungewiss.
- Simulationen von 1.000 Wahlszenarien zeigen sowohl Möglichkeiten für eine AfD-Mehrheit als auch für Koalitionen gegen sie, abhängig vom Erreichen der Fünf-Prozent-Hürde durch kleinere Parteien.
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Why It Matters
Bei der Landtagswahl 2021 in Sachsen-Anhalt wichen die Umfrageergebnisse deutlich vom tatsächlichen Wahlergebnis ab. Die AfD streut bereits im Vorfeld der aktuellen Wahl unbelegte Manipulationsvorwürfe.
Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist die AfD in den Umfragen weiterhin klar führend, die CDU folgt weit dahinter. Die Werte von SPD und Grünen kletterten zuletzt leicht, die Parteien könnten es über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen.
Wahlumfragen sind allerdings nie exakt. Bei der vergangenen Wahl in Sachsen-Anhalt 2021 lagen sie teilweise deutlich daneben. DIE ZEIT hat daher 1.000 verschiedene Wahlausgänge durchgerechnet, die alle im Bereich des statistisch Denkbaren liegen.
Dabei erreicht die AfD in 247 Fällen eine absolute Mehrheit, in 73 weiteren Fällen könnte ihr das BSW durch Einzug oder Enthaltung zur Macht verhelfen, während CDU und SPD in 298 Simulationen mit Unterstützung der Linken eine Minderheitsregierung bilden könnten. Entscheidend ist vor allem, welche Parteien die Fünf-Prozent-Hürde überspringen, denn davon hängen sowohl eine mögliche AfD-Alleinregierung als auch Mehrheiten gegen sie ab, zudem gelten CDU-Überläufer und neue Bündnisse als politisch heikle Optionen. Weil schon 2021 die Umfragen deutlich vom Ergebnis abwichen und die AfD bereits unbelegte Manipulationsvorwürfe streut, dürften die Mehrheitsverhältnisse womöglich erst spät am Wahlabend feststehen.
Open Questions
- Welche Parteien werden die Fünf-Prozent-Hürde überspringen?
- Wie werden die tatsächlichen Mehrheitsverhältnisse nach der Auszählung aussehen?


