
Nach einer viermonatigen Handgelenksverletzung meldet sich der Titelverteidiger mit einem souveränen Sieg gegen Jaime Faria zurück.
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Carlos Alcaraz kehrte nach einer viermonatigen Handgelenksverletzung auf die Tour zurück. Er ist der Titelverteidiger der US Open.
Als Aryna Sabalenka aus Belarus zu ihrer Zweitrundenpartie gegen die Russin Polina Jazenko erschienen war, hatten viele Lücken auf den Publikumsrängen geklafft. (Die Weltranglistenerste, Titelverteidigerin bei diesen US Open in New York, gewann zackig 6:1, 6:1 gegen die Grand-Slam-Debütantin.) Alcaraz machte es anschließend etwas spannender, zumindest anfangs. Denn der 23-Jährige verlor den ersten Satz gegen den gleichaltrigen Portugiesen Jaime Faria.
Doch dann setzte sich seine Klasse durch, das 4:6, 6:0, 6:3, 6:2 war ab dem zweiten Satz so einseitig, wie sich das Ergebnis liest. Mit einem geschauspielerten Bogenschuss als kleine Freudeneinlage rundete er seinen Auftritt ab. „Meine zwei kleinen Brüder sind hier und haben mich gebeten, einen Pfeil abzuschießen. Der Moment war für sie“, sagte Alcaraz beim kurzen Interview auf dem Platz. Er habe sich überhaupt „großartig gefühlt“, denn: „Die Zuschauer waren superelektrisierend hier in der Nightsession. Ich liebe es, in einer solch großartigen Atmosphäre zu spielen.“
Alcaraz hat sich zweifellos respektabel zurückgemeldet, vier Monate hatte der siebenmalige Grand-Slam-Sieger, der in New York vergangenes Jahr den Titel im Stile eines absoluten Dominators errungen hatte, der Tour gefehlt. Eine komplizierte Handgelenksverletzung hatte ihm zu schaffen gemacht. Nun sei sie auskuriert. Sein erstes Match nach dieser für ihn schwierigen Zeit hatte Alcaraz bereits klarer als erwartet gewonnen, 6:4, 6:4, 6:4 gegen den Russen Roman Safiullin.
Kurz schimpft Alcaraz im Match gegen den Portugiesen Faria
Gegen den teils famos agierenden Faria ließ ihn ein paar Mal sein Aufschlag im Stich, im ersten Satz schimpfte er auch über diesen Schlag, aber er fing sich und hatte recht mit dieser Aussage: „Ich bin einfach froh, dass ich in allen vier Sätzen gutes Tennis spielen konnte.“ Vor allem seine Vorhand wirkte mit zunehmender Dauer wie ein Dirigentenstab, mit dem er Ball und Gegner beherrschte. In der dritten Runde trifft er nun, an Nummer zwei hinter dem deutschen French-Open-Sieger Alexander Zverev gesetzt, auf Wu Yibing, den Weltranglisten-113. aus China.
Dass Alcaraz gewisse Erwartungen selbst nährt und er in die Favoritenrolle gedrängt werden könnte, ist ihm bewusst. Er weiß, wie das Geschäft funktioniert, und so relativierte er seine Überlegenheit geschickt und sprach: „Ich weiß, sobald ich auf dem Platz stehe, muss ich einfach jedes Mal alles geben. Ich muss mich wieder normal fühlen. Ich muss so spielen wie vor der Verletzung, und dann sehen wir weiter.“
Natürlich ist es richtig von ihm, nicht gleich die Titelverteidigung zum Ziel auszurufen, Alcaraz war mit Selbstzweifeln in das Turnier gezogen. Aber statistisch betrachtet überzeugt er immerhin wieder. Der Erfolg am Mittwoch war sein neunter Sieg bei den US Open in Serie und sein 16. Grand-Slam-Matchgewinn nacheinander dazu. Im Januar hatte er auch die Australian Open erstmals für sich verbucht, ehe er die French Open und Wimbledon verpasste.
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Alcaraz spielt in der dritten Runde gegen Wu Yibing.
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