
Der chinesische Elektronikkonzern schließt Partnerschaften mit acht deutschen Autohandelsgruppen für den Aufbau eines Vertriebsnetzes.
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Xiaomi hat sich in China seit Frühjahr 2024 erfolgreich als Hersteller von Elektroautos etabliert. Die Strategie umfasst die Verknüpfung von Fahrzeugen, Smartphones und Heimelektronik.
Berlin. Der chinesische Elektronikriese Xiaomi wird seine Elektroautos ab 2027 in Deutschland und weiteren europäischen Ländern verkaufen. Um den Vertrieb und Kundendienst aufzubauen, hat das Unternehmen auf der Technikmesse IFA in Berlin Absichtserklärungen mit acht führenden deutschen Autohandelsgruppen unterzeichnet.
Zu den Partnern gehören etablierte Handelsunternehmen wie Emil Frey Germany, die Ernst Dello Gruppe, Autohaus Dinnebier, Hahn Automobile, die LUEG Mobility Gruppe, Fett & Wirtz, SPT Avior sowie Penske-Jacobs. Die Kooperationen sollen das Fundament für ein flächendeckendes Werkstatt- und Verkaufsnetz bilden.
„Xiaomi Auto setzt auf langfristige Investitionen in Europa“, sagte Yu Liguo, Vice President von Xiaomi Auto und Leiter des Auslandsgeschäfts. Neben dem bereits bestehenden Forschungs- und Entwicklungszentrum in München seien lokale Handelspartner der Schlüssel für einen verlässlichen Markteintritt.
In China hat Xiaomi seit dem Verkaufsstart seiner Elektrolimousine SU7 im Frühjahr 2024 nach eigenen Angaben bereits mehr als 700.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Bis in jüngster Vergangenheit hatte der Konzern von einem Marktstart in Europa Abstand genommen, weil die Produktionskapazitäten allein durch die Inlandsnachfrage ausgelastet seien.
Zuletzt war Beobachtern allerdings aufgefallen, dass Xiaomi in Deutschland aktiv wurde, um die Leistungsfähigkeit seiner Autos unter Beweis zu stellen: Auf der Nürburgring-Nordschleife sicherte sich der Hersteller dabei mehrere Bestzeiten: Das Serienmodell SU7 Ultra hält dort den Rundenrekord für elektrische Oberklassewagen, während das SUV YU7 GT die Strecke kürzlich komplett autonom ohne Fahrer bewältigte.
Im weltgrößten Automarkt China hat Xiaomi in Rekordzeit geschafft, woran viele Tech-Konzerne scheiterten: den erfolgreichen Wandel zum ernstzunehmenden Autobauer. Seit dem Debüt der Sportlimousine SU7 im Frühjahr 2024 stieg das Unternehmen binnen gut zwei Jahren in die Top-Riege der chinesischen Elektroauto-Hersteller auf.
Anders als Konkurrenten, die Marktanteile über Billigstromer suchen, positioniert sich Xiaomi im margenstärkeren Premium- und Technologiesegment: Die SU7-Reihe avancierte in China zur meistverkauften Limousine ab 200.000 Yuan (rund 24.000 Euro), während das neu eingeführte SUV-Modell YU7 innerhalb von nur 18 Stunden mehr als 240.000 verbindliche Bestellungen verzeichnete. Der Automobilbereich hat sich damit neben dem Smartphone-Geschäft zum stärksten Wachstumsmotor des Konzerns entwickelt.
Xiaomi ist der drittgrößte Smartphone-Hersteller weltweit - nach Apple und Samsung. Der Einstieg in den Automobilmarkt ist Teil der Konzernstrategie „Human × Car × Home“, mit der Xiaomi Fahrzeuge, Smartphones und vernetzte Heimelektronik über das hauseigene Betriebssystem und KI-Anwendungen verknüpfen will. Flankierend kündigte das Unternehmen auf der IFA an, auch das Portfolio seiner Haushaltsgerätemarke Mijia und eigene Halbleiter der Reihe „XRING“ künftig breiter in Europa anzubieten.
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Markteintritt von Xiaomi-Elektroautos in Deutschland ab 2027.
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Xiaomi wird seine Elektroautos ab 2027 in Deutschland und anderen europäischen Ländern verkaufen. Dazu hat das Unternehmen auf der IFA in Berlin Absichtserklärungen mit acht deutschen Autohandelsgruppen unterzeichnet, um ein flächendeckendes Verkaufs- und Servicenet aufzubauen. Der chinesische Konzern positioniert sich im Premiumsegment und hat in China bereits über 700.000 Fahrzeuge des Modells SU7 ausgeliefert.

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